Werk:
Nach einem Studium in Sankt Petersburg und an mehreren deutschen Akademien (unter anderem in Karlsruhe) kam Sonia Terk 1904 nach Paris, wo sie 1908 den Kunsthändler Wilhelm Uhde heiratete. Nach einer kurz andauernden ersten Ehe, heiratete sie 1910 den Maler Robert Delaunay.
Zu ihren künstlerischen Vorbildern zählen Vincent van Gogh und Paul Gauguin. Bereits kurz nach Ihrer Ankunft in Paris steigt sie zu einer der experimentellsten Künstlerinnen in Paris auf. So arbeitete sie 1913 eng mit dem französischen Dichter Blaise Cendrars zusammen, mit dem sie die Idee des Simultanéismus entwickelt. Ein Bedeutendes Zeugnis dieser gattungsübergreifenden Zusammenarbeit ist das erste Simultanbuch mit dem Titel „Prose du Transsibérien et de la petite Jehanne de France“.
Ab 1914 entwickelt sie mit ihrem Ehemann Robert Delaunay den sogenannten Orphismus. Hierbei handelt es sich um eine vom Kubismus ausgehende Variante der abstrakten Malerei, bei der vor allem Kreisgebilde in bunten Farben auf der Grundlage des Farbsystems des Chemikers Michel Eugène Chevreul geschaffen wurden. Ziel des Orphismus war es der reinen Musik eine reine Malerei entgegensetzen.
Durch ihre bedeutenden Beiträge zur Entwicklung einer abstrakten Malerei (insbesondere der Geometrischen Abstraktion), wird sie noch heute nicht nur als eine der ersten weiblichen Vertreterinnen, sondern vielmehr als bedeutende Wegbereiterin dieser neuen Kunstrichtung angesehen. Während des 1. Weltkrieges 1914 bis 1918 hielt sie sich in Spanien und Portugal auf. Nach ihrer Rückkehr nach Frankreich blieb sie der abstrakten Stilrichtung treuer als ihr Mann. Die künstlerischen Ideen Sonja Delaunays fanden später auch Anwendung in ihren Designer-Werken der Theaterdekoration und der Kostüme. So stattete sie unter anderem im Jahr 1968 das Ballett „Danses Concertantes“ des russischen Komponisten Igor Feodorowitsch Strawinsky aus. Darüber hinaus fertige Sonia Delaunay-Terk Stoffentwürfe wie zum Beispiel für den französischen Schauspieler und Autor Jean Poiret an. 1975 wurde sie mit der Mitgliedschaft in der französischen Ehrenlegion ausgezeichnet. 1976 vermachte sie dem Centre Pompidou ihr gesamtes grafisches Werk zum großzügigen Geschenk. Sonia Delaunay-Terk starb am 5. Dezember 1979 in Paris.
Leben:
Sonia Delaunay-Terk wurde am 14. November 1885 im ukrainischen Gradizk geboren.
Sonia Delaunay studierte in Sankt Petersburg, Karlsruhe und Paris. In der französischen Kunstmetropole ließ sie sich im Jahr nieder. Dort heiratete sie im Jahr 1908 den Kunsthändler Wilhlem Uhde. Doch die Ehe hielt nicht lange, und es folgte die Scheidung.
Nicht lange darauf, im Jahr 1910, heiratete sie den französischen Maler, Theaterdekorateur und Hauptvertreter des Orphismus Robert Delaunay. Aus dieser Verbindung ergab sich eine fruchtbare künstlerische Zusammenarbeit.
Im Jahr 1913 arbeitete sie mit dem französischen Dichter Blaise Cendrars zusammen. Sie verfassten zusammen das erste Simultanbuch mit dem Titel „Prose du Transsibérien et de la petite Jehanne de France“. Im Jahr 1961 entstand eine Farblithografie ohne Titel, die Halbkreise und Quadrate zeigt. Im gleichen Jahr schuf sie eine Gouache auf Velin als Komposition von Quadraten.
Sonia Delaunay-Terk ebenso wie ihr Mann realisierten eine Licht- und Farbmalerei. Angeregt wurde sie dazu von den Werken des niederländischen Malers Vincent van Gogh und des französischen Malers Paul Gaugin. Außerdem beschäftigte sie sich intensiv mit den farbästhetischen Theorien des französischern Chemikers Michel Eugène Chevreul.
Sonia Delaunay-Terk entwickelte die Idee des Simultanéismus, die sie gleichfalls in ihren Werken umsetzte und weiterentwickelte. In dieser Weise entstand im Jahr 1914 der Titel „Prismes électriques“. Diese künstlerische Idee fand dann auch Anwendung in ihren Designer-Werken der Theaterdekoration und der Kostüme. So stattete sie unter anderem im Jahr 1968 das Ballett „Danses Concertantes“ des russischen Komponisten Igor Feodorowitsch Strawinsky aus.
Darüber hinaus fertige Sonia Delaunay-Terk Stoffentwürfe wie zum Beispiel für den französischen Schauspieler und Autor Jean Poiret.
Mit ihrer Stilrichtung bereitete Sonia Delaunay-Terk die Strömung der Geometrischen Abstraktion vor. Sie war eine der bedeutenden Vertreterinnen der abstrakten Malerei in Frankreich.
Im Jahr 1975 wurde sie mit der Mitgliedschaft in der französischen Ehrenlegion ausgezeichnet. Im Jahr darauf machte sie dem Centre Georges Pompidou ihr grafisches Werk zum großzügigen Geschenk.
Zu ihren Werken zählt auch das Gemälde „Bal Bullier“, „Kostümstudien“ und die Farblithografie „Grande Icone I.“.
Sonia Delaunay-Terk starb am 5. Dezember 1979 in Paris.
Auszeichnungen und Ehrungen:
Weblinks:
Literatur über Sonja Delaunay in der Deutschen Nationalbibliothek
Literatur:
Download: als PDF
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