© VG Bildkunst, Bonn
Leben:
Paul Klee wird am 18. Dezember 1879 in Münchenbuchsee bei Bern geboren. Im Jahr 1898 entscheidet er sich nach München zu ziehen, wo er bei Heinrich Knirr Radier- und Zeichenunterricht nimmt. Klee beginnt zwei Jahre später sein Studium an der Münchener Akademie in der Malklasse von Franz von Stuck.
Erste Studienreisen führen den Maler 1901/02 nach Rom und 1905 nach Paris. Als er im Jahr 1908 an den Ausstellungen der Münchner und Berliner Sezession mitwirkt, macht Klee die Bekanntschaft von Wassily Kandinsky, Franz Marc und Hans Arp, die sich prägend auf sein künstlerisches Schaffen auswirkt.
Durch die Teilnahme an der zweiten Ausstellung des "Blauen Reiter" 1912 lernt Klee weitere bedeutende zeitgenössische Künstler und Schriftsteller kennen, wie Alexej von Jawlensky, Rainer Maria Rilke und Herwart Walden.
Ein Jahr später zeigt Paul Klee seine Arbeiten beim Ersten Deutschen Herbstsalon. Zu diesem Zeitpunkt entstehen auch die ersten Aquarelle des Künstlers. Seit dem Jahr 1914 widmet er sich verstärkt dieser Technik, insbesondere während seiner Tunisreise mit August Macke und Louis René Moilliet. Er verbringt zwei Jahre in Tunesien und kehrt schließlich nach Deutschland zurück und wird 1920 von Walter Gropius an das Weimarer Bauhaus berufen.
Dort unterrichtet er vorerst als Formmeister und später übernimmt Klee die freie Malklasse. In den folgenden Jahren intensiviert der Maler seine Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland: 1924 stellt Klee in New York aus, im Jahr 1925 nimmt er an der ersten Gruppenausstellung der "peinture surréaliste" in Paris teil, u.a. mit Max Ernst, Joan Miró und Pablo Picasso.
Im Jahr 1926 gründet Paul Klee zusammen mit Kandinsky, Lyonel Feininger und Jawlensky die "Blaue Vier". Zu diesem Zeitpunkt malt Klee vor allem konstruktive und absolute Bilder. Seine freundschaftliche Beziehung mit dem Ehepaar Kandinsky sowie die Reisen nach Paris, England und Ägypten schaffen einen Ausgleich zu seiner Lehrtätigkeit am Bauhaus, die den Künstler in der Produktivität seines Schaffens zunehmend einschränkt.
Er nimmt 1930 eine Professur an der Düsseldorfer Akademie an und löst daraufhin den Vertrag mit dem Bauhaus. Drei Jahre später wird Paul Klee unter dem Druck der Nationalsozialisten aus seiner Lehrtätigkeit entlassen und siedelt nach Bern über. Im Jahr 1937 entfernen die Nationalsozialisten 102 seiner Werke aus deutschen Museen, noch im selben Jahr werden 17 Arbeiten in der Ausstellung "Entartete Kunst" veröffentlicht. Es entstehen nun die Balkenstrichbilder und die tragisch dämonischen Gestalten, die auf Klees Todesahnung hindeuten.
Kurz nachdem das Kunsthaus Zürich ihm eine Einzelausstellung gewidmet hat verstirbt der Künstler Paul Klee am 29. Juni 1940 in Muralto.
Auszeichnungen und Ehrungen:
Weblinks:
Paul Klee Zentrum, Bern, Schweiz
Literatur:
Christian Rümelin: Paul Klee. Leben und Werk. Verlag C.H. Beck, München 2004, 128 S. mit 22 Abb., davon 15 farb., ISBN 3406521908.
Stefan Tolksdorf: Der Klang der Dinge. Paul Klee - ein Leben. Herder, Freiburg u.a. 2005, 2. Aufl., ISBN 3451056348.
Reto Sorg und Osamu Okuda: Die satirische Muse – Hans Bloesch, Paul Klee und das Editionsprojekt Der Musterbürger. ZIP, Zürich 2005 (Klee-Studien; 2), ISBN 3909252079.
Johann Konrad Eberlein: „Angelus Novus.“ Paul Klees Bild und Walter Benjamins Deutung. Rombach, Freiburg i. Br. 2006, ISBN 3793092801.
Michael Baumgartner, Simon Crameri, Christine Hopfengart: Paul Klee. Melodie und Rhythmus. Hatje Cantz, Ostfildern 2006, 248 S., ISBN 3775718087
Ralph Melcher (Hrsg.): Paul Klee. Tempel - Städte - Paläste. Hatje Cantz, Ostfildern 2006, ISBN 978-3-7757-1822-6
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