Emil Nolde
"Dahlien und blaue Clematis"
Aquarell ; 1950-54
23,5 x 35 cm
Signiert.
Expertise: Professor Dr. Martin Urban, Stiftung Ada und Emil Nolde, Seebüll.
Literatur: Martin Urban, 'Emil Nolde, Blumen und Tiere', 2. Auflage, Cologne 1994
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"Die Farben der Blumen zogen mich unwiderstehlich an, und fast plötzlich war ich beim Malen... Die blühenden Farben der Blumen und die Reinheit dieser Farben, ich liebte sie. Ich liebte die Blumen in Ihrem Schicksal: emporschießend, blühend, leuchtend, glühend, beglückend, sich neigend, verwelkend, verworfen in der Grube endend."1) Es sind gerade die Blumenstilleben, wie ,,Dahlien und blaue Clematis", in denen Nolde seine große gestalterische Freiheit erlangte. Das Pulsieren und Wachsen der Naturkräfte wird für den Betrachter direkt wahrnehmbar. Die Farben strömen, Wachstumsprozessen gleich, ineinander und formen sich zu fast abstrakten Gebilden. Es ist der Naturkreislauf, den Nolde in der Tradition des Expressionismus hier veranschaulicht. Blumenstilleben wie dieses gehören wegen ihrer technischen Meisterschaft zu den großartigsten Schöpfungen dieses Künstlers.
Anm.: 1) Emil Nolde: Jahre der Kämpfe, Berlin; 2. von Nolde überarbeitete Auflage, Flensburg 1958; 6. Auflage, Köln 1991.
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