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Kurt Schwitters (1887 - 1948)

Verfügbare Arbeiten Biographie

© VG Bildkunst, Bonn

Leben:

Kurt Schwitters wird als Sohn eines Geschäftsmannes für Damenkonfektion am 20. Juni 1887 in Hannover geboren. Er wächst in einem gut bürgerlichen Familienumfeld auf. Bis zum Jahr 1898 waren seine Eltern im eigenen Verkaufsgeschäft für Damenkonfektion tätig, danach lebten sie von den Erträgen aus ihrem Immobilienbesitz.

Kurt Schwitters besuchte das Gymnasium in Hannover. Im Jahr 1908 beendete er die Schule mit dem Abitur. Im gleichen Jahr wurde er an der Kunstgewerbeschule Hannover zugelassen. Im Jahr darauf verlässt er Hannover und siedelt nach Dresden über wo er bis 1914 an der Kunstakademie studiert. Im Jahr darauf heiratet er Helma Fischer.

Kurz darauf wird er zum Militärdienst eingezogen, den er in einer Schreibstube verbringt. Bis zum Jahr 1918 arbeitet er als Maschinenzeichner in einem Eisenwerk. Im Jahr 1918 kommt sein Sohn Ernst auf die Welt. Im gleichen Jahr immatrikuliert sich Schwitters an der Technischen Hochschule Hannover zu einem Architekturstudium.

Im Jahr 1919 stellt der Künstler erstmals seine Merzbilder aus. Es kommt ebenfalls zu einer erstmaligen Veröffentlichung seiner Gedichte. Ab 1921 befindet sich Schwitters häufig auf Reisen, auf denen er Vorträge hält. Er verbreitet seinen Dadaismus unter anderem in Prag, Weimar und Holland. Es folgen zahlreiche Ausstellungen unter anderem in den Jahren von 1920 bis 1922 in Hannover, Düsseldorf, München und New York. Im Jahr 1923 wird er Herausgeber der Zeitschrift „Merz“, eine Tätigkeit, die er bis zum Jahr 1932 ausüben sollte. Im Jahr 1923 begann er die Arbeiten zu seinem ersten Merzbau.

Kurt Schwitters unterhält zahlreiche Kontakte zu anderen dadaistischen Künstlern aus Zürich, Berlin oder Paris. Er pflegt Verbindungen zu Mitgliedern der „De-Stijl“-Gruppe und der „Bauhaus“-Vereinigung. Im literarischen Bereich knüpft er Bekanntschaften zu Schriftstellern der Berliner Zeitschrift „Der Sturm“. Er selbst wird Mitglied der nationalen und internationalen Künstlergruppen „die abstrakten hannover“, „Abstraction-Création“ und "Cercle et Carré“.

Im Jahr der Machtübernahme durch die deutschen Nationalsozialisten, 1933, wird Kurt Schwitters als „entarteter“ Künstler diffamiert. Er wird als Maler mit einem Ausstellungsverbot und als Schriftsteller mit einem Veröffentlichungsverbot belegt. 1937 siedelt er deshalb nach Norwegen über. In Lysaker, nahe Oslo, erstellt er seinen zweiten Merzbau mit dem Titel „Haus am Bakken“, der aber im Jahr 1951 einem Brand zum Opfer fallen sollte.

Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen emigriert Schwitters 1940 nach England. Dort hält er sich zunächst in mehreren Internierungslagern auf. Ab 1944 lebt er in London. Im gleichen Jahr erleidet er einen Schlaganfall. Zur gleichen Zeit stirbt seine seine zurückgebliebene Frau in Hannover.

Im Jahr 1945 verlässt Schwitters London und zieht nach Ambleside im Lake District. Seine Krankheit macht ihm zusehends zu schaffen. Dennoch beginnt er einen dritten Merzbau in einer Scheune in Little Langdale mit dem Titel „Merz Bam“. Das Werk wird jedoch nie vollendet. Teile der Reliefwand bleiben erhalten und sind noch heute in der University of Newcastle zu besichtigen. Der dritte Merzbau wurde Kurt Schwitters durch ein Stipendium des Museum of Modern Art in New York ermöglicht.

Am 8. Januar 1948 stirbt Kurt Schwitters in Kendal an Herzversagen. Der Künstler wird in Ableside begraben. Im Jahr 1970 werden seine sterblichen Überreste nach Hannover überführt. Im Jahr 1956 wurde zu Ehren von Kurt Schwitters eine Gedächtnisausstellung organisiert, die ihm den internationalen Ruf als einer der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts sicherte.

Auszeichnungen und Ehrungen:

Weblinks:

Kurt Schwitters Biographie, Sprengel Museum Hannover

Literatur:

Monographien



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