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Josef Albers


1888-1976

Josef Albers wurde 1888 in Bottrop, Westfalen geboren.

Als junger Mann unterrichtete er Schulklassen an einer Grundschule in Bottrop; danach studierte er in Berlin und erhielt mit dem Abschluss die Erlaubnis Kunst zu unterrichten. Während dieser Zeit begann Albers sein Gefühl für die Kunst zu entwickeln. 1920, im Alter von 32 Jahren, schrieb er sich am frisch-gegründeten Bauhaus in Weimar ein. (Das Bauhaus, gegründet vom Architekten Walter Gropius hatte als Ziel die traditionell getrennten Disziplinen der Bildenden Künste und des Handwerks zusammenzuführen, um den Lebensstandard zu verbessern sowie Design für die Serienproduktion der Industrie zu erforschen.)

Nachdem er sein Studium dort beendete, begann Albers seine Lehrtätigkeit am Bauhaus als Professor für Material und Design. Josef Albers wurde Stellvertretender Direktor und wenig später Direktor des Möbel-Workshops bis das Bauhaus unter dem Druck des nationalsozialistischen Regimes geschlossen werden musste. Die Organisatoren des Black Mountain Colleges in North Carolina (USA) fragten zeitgleich den Architekten Philipp Johnson, der Direktor des Architektur-Departments des Metropolitan Museum war, um Rat bezüglich der Besetzung einer Professur. Dieser empfahl Josef Albers. Obwohl Albers kein Wort Englisch sprechen konnte und ebenso wenig wusste wo North Carolina lag, nahm er dieses Angebot an und kehrte Deutschland seinen Rücken.

Sein Einfluss am Black Mountain College war erheblich. Er wurde zu einem der wichtigsten und originellsten Kunstprofessoren der USA -- ein Ruf dem er Nachhall verschaffen sollte mit seinen späteren Studien zur Farbtheorie, insbesondere der wechselseitigen Wirkung von Farben. Albers blieb bis 1950 in North Carolina bis er Professor am Department of Design an der Yale University School of Art wurde. Er blieb dort bis 1958, danach für weitere 2 Jahre als Gastprofessor.

Als Lehrer beeinflusste Albers viele junge amerikanische Künstler, darunter Robert Rauschenberg and Neil Welliver. Albers lebte ein durch grosse Selbstdisziplin bestimmtes Leben, immer bei der Arbeit. 1971 war es Albers, der als erster lebender Künstler in einer Einzelausstellung des Metropolitan Museum of Art gezeigt wurde.

Albers starb 1976 im Alter von 88 Jahren.

Albers frühe Schaffensperiode bestand aus figurativen Zeichnungen und Bildern. Sein Stil wurde jedoch signifikant abstrakter während seiner Zeit am Bauhaus, wo er begann Abstraktion und Farbe zu erforschen. Diese zwei Themen sollte er zeit seines Schaffens nicht mehr aus dem Blickfeld verlieren. Josef Albers war fasziniert von der Ambiguität der Wahrnehmung von Fläche und Farbe. Diese Faszination steht im Mittelpunkt seiner berühmten "Homage to the Square" Serie, die er in den 50er Jahren begann und bis zu seinem Tod fortführte. In Albers Hommagen nimmt die Wirkungsweise der Farbe die Hauptrolle ein, die immer wieder in die Irre führen soll und unvorhersehbare Farbeffekte eines Farbtons hervorruft, abhängig jeweils von der Farbe durch die sie umgeben wird. Albers mischte seine Farben niemals. Er trug die reinen Farbtöne direkt aus der Tube auf seine Leinwände auf. Ziel seiner Bemühungen war es den Betrachter an die Wechselwirkungen seines geamten Schaffensprozesses heranzuführen und die Illusion einer visuellen Wahrheit zu entwirren.



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Arbeiten von Josef Albers


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