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Sam Francis
1923 - 1994
Sam Francis wurde am 25. Juni 1923 im kalifornischen San Meteo geboren.
Von 1941 bis 1943 studierte Sam Francis an der University of California in Berkeley zunächst Botanik und dann Psychologie und Medizin.
1943 ging er als Soldat zur Luftwaffe. Er verletzte sich bei einer Notlandung im Zweiten Weltkrieg schwer. Während seiner Genesungszeit stieß er auf die Malerei.
1946 schuf er sein erstes Bild im abstrakten Stil. In den Jahren von 1948 bis 1950 studierte er in Berkeley Bildende Kunst und Kunstgeschichte.
Unter anderem war er Schüler des Malers Clyfford Still, der seit Ende der 40er Jahre zu den Hauptvertretern des Abstrakten Expressionismus gehört.
Im Jahr 1950 siedelte Sam Francis nach Paris über. Dort lernte er unter anderem Muriel Goodwin kennen, die später seine Frau wurde. Aber er knüpfte auch wichtige Kontakte zu Künstlern und schloss sich dem Kreis dortiger amerikanischer Maler um den Franko-Kanadier Jean-Paul Riopelle an.
Francis wurde einer der Hauptrepräsentanten des Tachismus, einer Strömung, die die ungegenständliche Malerei in einem eruptiven Stil vertrat. Weiterhin machte er die Bekanntschaft des Mäzen Georges Duthuit.
Das New Yorker Museum of Modern Art kaufte im Jahr 1955 eines der Hauptwerke von Sam Francis mit dem Titel „black and red“. In dem 1953 entstandenen Werk bilden die Farben ein Rinnsal und sammeln sich als Mischung in Farbflecken.
Mit dieser Technik bewegt sich der Künstler zwischen den Strömungen des Abstrakten Expresionismus und der aus den USA und Frankreich stammenden Informel mit seiner kompositorischen Regellosigkeit.
1957 begab sich der Künstler auf eine Weltreise. Im Anschluss reiste er mehrmals nach Japan. Dort war er besonders empfänglich für künstlerische Anregungen, die er in seiner minimalistischen Stilsprache ausdrückte. Das Werk mit dem Titel „Mako“ (1966) dokumentiert diesen Wechsel im Stil. 1959 entstanden erste lithographische Arbeiten.
Sam Francis war ein Künstler, dem internationale Anerkennung zuteil wurde. Davon zeugen beispielsweise viele öffentliche Auftragsarbeiten oder Ehrungen. So wurden seine Wandbilder in der Kunsthalle in Basel (1956 – 1958), in der Sofuschule für Blumenarrangements in Tokio (1957) und 1992 im alten Deutschen Bundestag in Bonn angebracht.
Weiterhin wurden seine Wandbilder von 1985 im Museum of Modern Art in San Francisco aufgehängt. 1969 wurde Francis mit der Ehrendoktorwürde der University of California in Berkeley ausgezeichnet. Im Jahr 1984 gründete Francis zusammen mit Jack Staufacher und Jan Butterfield den Verlag „Lapis Press“.
Die abstrakt-expressionistische Kunstaussage der Werke von Francis beruhen auf der Gestaltungskraft seiner intensiven Farben.
Darüber hinaus entwickelte der Künstler ein soziales Engagement, indem er sich gegen den Vietnamkrieg aussprach oder 1987 das Sam Francis Medical Research Center, das sich die Erforschung von Krankheiten durch die Umwelt zur Aufgabe macht, ins Leben rief.
Sam Francis starb am 4. November 1994 in Santa Monica.
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