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George Rickey


1907 - 2002

George Rickey wurde am 06. Juni 1907 in South Bend im US-Bundesstaat Indiana geboren.

George Rickey studierte in den Jahren von 1926 bis 1929 in Oxford. Dann wechselte er nach Paris, wo er in den Jahren 1929 und 1930 seine Studien fortsetzte.

Im Jahr 1945 entstanden die ersten Mobiles. Anregungen dazu fand er in den Werken des US-amerikanischen Ingenieurs und Bildhauers Alexander Calder.

In den beiden Jahren 1968 und 1969 war Rickey Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes Westberlin. 1972 erhielt er vom American Institute of Architects die Auszeichnung „Fine Arts Award“.

1974 trat er dem American Institute of Arts and Letters bei. Im Jahr 1986 nahm er den New York State Governor's Award Albany entgegen. Im Jahr darauf wurde er in die Akademie der Künste in Berlin aufgenommen.

Für seine Kunst nutzte er die Naturgesetze respective die Schwerkraft und integrierte sie in seine Kunstwerk als elementares Teil. Mit seinen Mobiles offenbarte Rickey die Naturzeit. Er schaute sich die Bewegung von der Natur ab. In diesem Sinne hat der Künstler die kinetischen Kunstwerke perfektioniert.

Später fertigte George Rickey seine kinetischen Kunstwerke in rostfreien Stahlelementen. Die Mobiles realisierte er als hängende und stehende Werke.

Das Prinzip der Pendelbewegung, die ohne Motor zustande kommt, wurde in den umgebenden Raum übertragen. Seinen Mobiles verlieh George Rickey Namen wie „Zwei Linien hinein“, „Zwei Linien außen“ oder „Sechs horizontale Linien“. Sie verweisen damit auf die einfache Konstruktion, die aber mit wissenschaftlicher Exaktheit umgesetzt wurde.

Im Jahr 1975 entstand die bewegliche Skulptur mit dem Titel „One up, one down oblique“ (zu Deutsch: Eins aufwärts, eins schräg nieder). Das nur 60 Zentimeter hohe kinetische Mobile kommt gleichfalls ohne Motorkraft aus.

Mit diesem Konzept unterscheidet sich George Rickey beträchtlich von den Bewegungsspielen des französischen Künstlers Marcel Duchamp oder des Schweizer kinetiechen Bildhauers Jean Tinguely. Sie bauten in ihre fragilen Mobiles Hilfsmotoren ein, die den Kunstwerken zu Bewegungen verhalfen.

George Rickey nahm mehrmals an der documenta-Ausstellung in Kassel teil. Viele seiner Freiplastiken sind weltweit verteilt. Oftmals stehen sie ganz in der Nähe von Gebäuden oder sind an Gebäuden selbst angebracht. Sie tragen damit einen bedeutenden Beitrag zur Idee „Kunst am Bau“. Rickeys Mobiles im urbanen Raum prägen das Bild einer Stadt.

Eine Freiplastik steht bereits seit 20 Jahren auf dem Gelände der Fachhochschule Fulda. Zuvor war sie ein Teil der Ausstellung "Spielraum - Raumspiele" vor der Alten Oper in Frankfurt/M. Das fünf Meter hohe Monumentalwerk im Eingangsbereich des Campus besteht aus asymetrisch angebrachten, nadelartig zulaufenden Armen aus Metall. Sie werden ohne Motorhilfe allein von der Kraft des Windes angetrieben. Je nach Windrichtung drehen sich auch die Arme der Freiplastik in unterschiedlichen Richtungen. Die Bewegung drückt das Thema der künstlerischen Arbeit aus.

Auch am Sendegebäude des Hessischen Rundfunks in Frankfurt am Main ziert eine kinetische Plastik von George Rickes das Blickfeld. Sie besteht aus drei Stäbe aus Edelstahl. Sie wirken wie in einem schwerelosen Schwebezustand. Durch den Wind kommen sie in Bewegung und vollführen immer neue Konstellationen.

Im Jahr 2001 fand eine Gruppenausstellung unter dem Titel „Sommerräume“ in der Galerie Pels-Leusden in Berlin, auf der unter anderem auch Werke von Rickey gezeigt wurden.

George Rickey verstarb am 17. Juli 2002.



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