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Renee Sintenis
1888-1965
20.3.1888 Renate Alice Sintenis wird in Glatz/schlesien geboren, als Tochter eines Juristen. Sie nennt sich später Renee
bis 1902 Besuch des Katharinenstifts in Neuruppin in der ländlichen Umgebung entwickelt sich ihre Liebe zu Tieren. Vor allem Pferde des Hauswirts begeisterten das junge Mädchen
1902-1905 Erster Zeichenunterricht an einer Kunstschule in Stuttgart. Besuch der Mädchen-Oberschule
1908-1912 Übersiedlung nach Berlin durch die Zulassung des Vaters als Anwalt am Kammergericht. Renee beginnt mit dem Studium an der Kunstgewerbeschule bei Leo von König (Portraitmalerei) und Wilhelm Haverkamp (Bildhauerei). Bekanntschaft mit Georg Kolbe, für den sie 1910 Modell steht. Unterbrechung des Studiums und Beginn einer Ausbildung als Sekretärin. Renee nimmt gegen den Willen ihres Vaters das Kunststudium wieder auf. Es folgt der Bruch mit dem Elternhaus. Sie zieht zu einer Schulkollegin, die sie auf ihrem künstlerischen Weg bestärkt.
1914 Renees Bruder fällt im Ersten Weltkrieg
1915 Erste Ausstellung in der Berliner Secession. Sintenis macht Bekanntschaft mit vielen einflussreichen Personen, darunter Ernst Barlach, Wilhelm Lehmbruck, Ernesto de Fiori, Rainer Maria Rilke, Baron Karl von der Heydt, u.v.m.
1916 Tod des Vaters
1917 Heirat mit dem Maler, Buchkünstler und Schriftgestalter Emil Rudolf Weiß (1875-1942), Lehrer an der Kunstgewerbeschule Berlin. Es entwickeln sich gemeinsame Arbeiten im graphischen Bereich und in der Buchkunst
1920 Beginn einer ertragreichen Schaffensperiode. Sintenis macht Bekanntschaft mit verschiedenen Persönlichkeiten des kulturellen Lebens, darunter Joachim Ringelnatz, Albert Einstein, Max Liebermann, Aristide Maillol, Rene Crevel, Andre Gide, Hugo Simon und Emil Nolde.
1922 Die Galerie Flechtheim veranstaltet in ihrer Dependance in Berlin eine Ausstellung mit dem Titel "Das Schwedische Ballett". Sintenis ist mit einer Statuette von Jean Börlin und zugehörigen Zeichnungen vertreten. Zu der Ausstellung erscheint ein Buch im eigenen Verlag und ein Sonderheft der Zeitschrift "Querschnitt", die damals von Alfred Flechtheim herausgegeben wurde. In dieser Zeitschrift ist Sintenis mit ihren Plastiken immer wieder präsent.
1925 Sintenis entwickelt sich zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten im Kunstbetrieb und zu einer der bestverdienendsten Künstlerinnen
1931 Berufung an die Preußische Akademie der Künste
1932 Olympia-Preis für die Plastik "Läufer Nurmi"
1934 Ausschluss aus der Akademie, Zerstörung der WOhnung und Verlust des Ateliers im Zweiten Weltkrieg
1942 Tod ihres Gatten
1946 Amputation des Zeigefingers. Schwere Wirbelsäulenerkrankung
1948 Berufung an die Hochschule der Bildenden Künste auf Veranlassung des Schulleiters Karl Hofer, Kunstpreis der Stadt Berlin. Ihre Plastiken sind in zahlreichen öffentlichen Museen und Sammlungen zu finden
1952 Orden Pour le merite (Ritter der Friedensklasse)
1953 Großes Bundesverdienstkreuz
1955 Sintenis wird zum Ordentlichen Professor an der Hochschule der Bildenden Künste ernannt. Emeritierung zum Wintersemester
1957 Ihr "Berliner Bär" wird als lebensgroße Bronze zwischen Dreilinden und Zehlendorfer Kleeblatt aufgestellt und avanciert als versilberte bzw. vergoldete Kleinplastik zum Preisträger der alljährlich stattfindenden Filmfestspiele Berlins
22.4.1965 Tod der Künstlerin. Ihr Grab befindet sich auf dem Waldfriedhof in Berlin-Zehlendorf/Dahlem
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Arbeiten von Renee Sintenis
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