Emil Nolde, Dahlien und blaue Clematis, ~ 1950/54
Emil Nolde
«Dahlien und blaue Clematis»
Aquarell auf Japan ; ca. 1950/54 ; 24 x 35 cm
Signiert
Expertise: Prof. Dr. Martin Urban, ehemaliger Direktor der Stiftung Ada und Emil Nolde, Seebüll
Ausstellung:
Galerie Ludorff, "Emil Nolde", Düsseldorf 2010
Stadthalle Balingen, "Emil Nolde – Weltsicht, Farbe, Phantasie", Balingen 2008
Literatur:
Galerie Ludorff, "Emil Nolde", Ausst.-Kat. Nr. 130, Düsseldorf 2010
Annette Vogel/Magdalena M. Moeller (Hg.), "Emil Nolde – Weltsicht, Farbe, Phantasie", Ausst.-Kat. Stadthalle Balingen, München 2008
Galerie Ludorff, "30 Jahre Galerie Ludorff", Kat. 115, Düsseldorf, 2005
Galerie Ludorff, "Klassische Moderne und zeitgenössische Kunst", Kat. 107, Düsseldorf, 2003
Martin Urban, "Emil Nolde. Blumen und Tiere – Aquarelle und Zeichnungen", Köln 1994
"Die Farben der Blumen zogen mich unwiderstehlich an, und fast plötzlich war ich beim Malen... Die blühenden Farben der Blumen und die Reinheit dieser Farben, ich liebte sie. Ich liebte die Blumen in Ihrem Schicksal: emporschießend, blühend, leuchtend, glühend, beglückend, sich neigend, verwelkend, verworfen in der Grube endend."1) Es sind gerade die Blumenstilleben, wie ,,Dahlien und blaue Clematis", in denen Nolde seine große gestalterische Freiheit erlangte. Das Pulsieren und Wachsen der Naturkräfte wird für den Betrachter direkt wahrnehmbar. Die Farben strömen, Wachstumsprozessen gleich, ineinander und formen sich zu fast abstrakten Gebilden. Es ist der Naturkreislauf, den Nolde in der Tradition des Expressionismus hier veranschaulicht. Blumenstilleben wie dieses gehören wegen ihrer technischen Meisterschaft zu den großartigsten Schöpfungen dieses Künstlers.

Anmerkungen.:
1) Emil Nolde: Jahre der Kämpfe, Berlin; 2. von Nolde überarbeitete Auflage, Flensburg 1958; 6. Auflage, Köln 1991.
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