Georg Meistermann
Solingen, 16. Juni 1911 - 12. Juni 1990, Köln
Georg Meistermann
«Komposition»
Öl auf Malkarton ; ca. 1946/47 ; 47 x 35 cm
Signiert mit dem Monogramm
Arbeiten wie diese aus den frühen Jahren nach dem Zweiten Weltkrief verdeutlichen, "wie reich Meistermanns Formenvokabular dieser Jahre ist... Der Reiz dieser Arbeiten liegt in dem Wechselspiel zwischen dünnen Linien, breiten Balkenformen und dick nachgezogenen Konturlinien... (In), kantige Formen, gitterartige Strukturen und dünne, schwarze Linien, die die Komposition wie ein Netz überziehen... eingewoben, erscheint wie gefangen die Gestalt eines Vogels, die formal auf geometrische Grundformen reduziert ist. Dieser zeichenhaft verkürzte, an seinem freien Flug gehinderte Vogel ist als Metapher für bedrohte oder verlorene Freiheit zu verstehen. Erstmals wird hier in symbolisch verschlüsselter Art ein geistiger Begriff über Umsetzung in eine abstrahierte Formensprache verbildlicht. Meistermann benutzt hierzu das Motiv des Vogels, ein Motiv, das er mit unterschiedlicher symbolkundiger wie mythologischer Bedeutung in den folgenden Jahren bis zum Spätwerk immer wieder aufgreifen wird."1)
Anmerkungen.:
1) Inge Herold, Studie zur künstlerischen Entwicklung, in: Georg Meistermann, Monographie und Werkverzeichnis, hrsg. von Karl Ruhrberg und Werner Schäfke, Köln 1991, S. 62.
Anmerkungen.:
1) Inge Herold, Studie zur künstlerischen Entwicklung, in: Georg Meistermann, Monographie und Werkverzeichnis, hrsg. von Karl Ruhrberg und Werner Schäfke, Köln 1991, S. 62.
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