Hermann Hesse
Calw, 02. Juli 1877 - 09. August 1962, Montagnola
Hermann Hesse
«Blumen nach einem Unwetter»
Aquarell und Tusche auf Papier ; 1933 ; 25 x 18 cm
Dazu das handgeschriebene Gedicht mit zwölf Zeilen
Ausstellung:
Galerie Ludorff, "Hermann Hesse – Aquarelle des Dichters", Düsseldorf 2008
Galerie Ludorff, "Hermann Hesse – Aquarelle des Dichters", Düsseldorf 2008
Literatur:
Galerie Ludorff, "Hermann Hesse - Der Anfang aller Kunst ist die Liebe - Aquarelle und Gedichte von Hermann Hesse", Düsseldorf 2012.
Galerie Ludorff, "Hermann Hesse (1877-1962) – Aquarelle des Dichters", Ausst.-Kat. Nr. 125, Düsseldorf 2008
Galerie Ludorff, "Hermann Hesse - Der Anfang aller Kunst ist die Liebe - Aquarelle und Gedichte von Hermann Hesse", Düsseldorf 2012.
Galerie Ludorff, "Hermann Hesse (1877-1962) – Aquarelle des Dichters", Ausst.-Kat. Nr. 125, Düsseldorf 2008
Blumen nach einem Unwetter
Geschwisterlich, und alle gleichgerichtet,
Stehn die gebückten, tropfenden im Wind,
Bang und verschüchtert noch und regenblind,
Und manche schwache brach und liegt vernichtet.
Sie heben langsam, noch betäubt und zagend,
Die Köpfe wieder ins geliebte Licht,
Geschwisterlich, ein erstes Lächeln wagend:
Wir sind noch da, der Feind verschlang uns nicht.
Mich mahnt der Anblick an so viele Stunden,
Da ich betäubt, in dunklem Lebenstriebe,
Aus Nacht und Elend mich zurück gefunden
Zum holden Lichte, das ich dankbar liebe.
Geschwisterlich, und alle gleichgerichtet,
Stehn die gebückten, tropfenden im Wind,
Bang und verschüchtert noch und regenblind,
Und manche schwache brach und liegt vernichtet.
Sie heben langsam, noch betäubt und zagend,
Die Köpfe wieder ins geliebte Licht,
Geschwisterlich, ein erstes Lächeln wagend:
Wir sind noch da, der Feind verschlang uns nicht.
Mich mahnt der Anblick an so viele Stunden,
Da ich betäubt, in dunklem Lebenstriebe,
Aus Nacht und Elend mich zurück gefunden
Zum holden Lichte, das ich dankbar liebe.
Für weitere Informationen senden Sie bitte eine Email an: mail@ludorff.com