Käthe Kollwitz
Königsberg (heute Kaliningrad), 08. Juli 1867 - 22. April 1945, Moritzburg
Käthe Kollwitz
«Schlafendes Kind»
Bleistift auf Velin ; ca. 1903/1909 ; 30 x 22 cm
Signiert
Eine schriftliche Bestätigung von Frau Hannelore Fischer, Käthe Kollwitz Museum, Köln, vom 25. August 2009, liegt in Kopie vor.
Eines der Hauptmotive von Käthe Kollwitz ist die Mutterschaft. Schon früh wird der Zwiespalt des Mutterseins zwischen Freude und Verzweiflung ein zentraler Gedanke in ihrem Werk. In der Arztpraxis ihres Mannes in einem Arbeiterviertel Berlins ist sie Zeugin vieler tragischer Ereignisse, die ihr thematische Inspirationen liefern. Kollwitz verarbeitet aber auch eigene Empfindungen, wie z.B. ihr Hoffen und Bangen, als der älteste Sohn Hans schwer erkrankt (1903), oder ihren tiefen Schmerz über den Verlust des jüngsten Sohnes Peter (1914).
Aber nicht immer schildert sie auf bedrückendste Weise die bedrohte Existenz und die Trauer. Immer wieder sucht sie - einer Photographin gleich -, den gesehenen Augenblick und den charakteristischen Ausdruck der heranwachsenden Kinder festzuhalten. Dabei zeigt Kollwitz die Säuglinge und Kinder meist schlafend oder in stiller Beschäftigung (z.B. lesend). Mit diesen friedvoll und unbekümmert wirkenden Bildern setzt sie einen Gegenpol - oder besser: einen Ausgleich - zu den Darstellungen notleidender Kinder in ihren sozialkritischen Werken. Zugleich sind sie Ausdruck ihrer Faszination von Harmonie, Frieden und Sorglosigkeit, die vor allem von Säuglingen ausgehen. Davon zeugt auch unsere Zeichnung. Mit knappen graphischen Mitteln bringt Kollwitz hier emotionale Nähe, zärtliche Fürsorge und Geborgenheit zur Anschauung.
Aber nicht immer schildert sie auf bedrückendste Weise die bedrohte Existenz und die Trauer. Immer wieder sucht sie - einer Photographin gleich -, den gesehenen Augenblick und den charakteristischen Ausdruck der heranwachsenden Kinder festzuhalten. Dabei zeigt Kollwitz die Säuglinge und Kinder meist schlafend oder in stiller Beschäftigung (z.B. lesend). Mit diesen friedvoll und unbekümmert wirkenden Bildern setzt sie einen Gegenpol - oder besser: einen Ausgleich - zu den Darstellungen notleidender Kinder in ihren sozialkritischen Werken. Zugleich sind sie Ausdruck ihrer Faszination von Harmonie, Frieden und Sorglosigkeit, die vor allem von Säuglingen ausgehen. Davon zeugt auch unsere Zeichnung. Mit knappen graphischen Mitteln bringt Kollwitz hier emotionale Nähe, zärtliche Fürsorge und Geborgenheit zur Anschauung.
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