Max Liebermann
Berlin, 20. Juli 1847 - 1935, Berlin
Max Liebermann
«Die Ballgesellschaft»
Sepiatuschfederzeichnung ; ca. 1922 ; 13 x 16 cm
Signiert
Vier Figuren, zwei jüngere und zwei ältere, zwei Männer und zwei Frauen, verstricken sich in einer Liebe über Kreuz - jedoch zeigt schon die heiter-gelassene Erzählweise, dass sich dieser Knoten lösen wird. Einerseits erkennt der Major, eben jener Mann von funfzig Jahren, dass sich seine Jugend nicht verlängern lässt, so dass er nicht nur seinen "Verjüngungsdiener" dem "theatralischen Freund" zurücksenden, sondern auch die junge Hilarie von ihrem Eheversprechen entlassen kann. Andererseits lernt der junge Hitzkopf Flavio Mäßigung und die kokette schöne Witwe erfährt die Gefahren, die in ihrem manipulativen Verhalten liegen. Dabei moralisiert die Geschichte nicht, sondern zeigt auf unterhaltsame Weise, dass nicht nur die Jugend lernen muss, sich im Leben zurecht zu finden, auch im Älterwerden lauern noch Gefahren. Dass der Charme dieser Erzählung auch andere Künstler zu inspirieren vermochte, beweist nicht zuletzt die von Max Liebermann illustrierte Ausgabe von 1922.
Für weitere Informationen senden Sie bitte eine Email an: mail@ludorff.com