Oskar Kokoschka
Pöchlarn, 01. März 1886 - 22. Februar 1980, Montreux
Oskar Kokoschka
«Rittersporn»
Aquarell ; 1971 ; 70 x 56 cm
Signiert und datiert
Provenienz:
Atelier des Künstlers; Privatsammlung
Atelier des Künstlers; Privatsammlung
Ausstellung:
"Meisterwerke des Expressionismus", 9. Oktober 2011 - 1. März 2012, Galerie Ludorff, Düsseldorf
"Meisterwerke des Expressionismus", 9. Oktober 2011 - 1. März 2012, Galerie Ludorff, Düsseldorf
Literatur:
Galerie Ludorff, "Meisterwerke", Kat. 123, 79, Düsseldorf, 2008
Galerie Ludorff, "Katalog 88", Kat. 88, Düsseldorf
Galerie Ludorff, "Meisterwerke", Kat. 123, 79, Düsseldorf, 2008
Galerie Ludorff, "Katalog 88", Kat. 88, Düsseldorf
Wieland Schmied nennt Oskar Kokoschka den „universellsten Maler der österreichischen Szene, den Maler, an den man in der Welt zuerst denkt, wenn irgendwo von der Kunst Wiens im zwanzigsten Jahrhundert gesprochen wird“1).
In Kokoschkas Kunst verbindet sich - so schreibt Schmied - die barocke Komponente österreichischer Tradition mit expressionistischer, farblicher Raffinesse.
Psychische, dramatische „Unruhe hielt Kokoschka nicht in Wien: sie ließ ihn schon 1910 in Berlin Anschluss suchen an den ’Sturm‘- Kreis um Herwarth Walden und ihn 1917 endgültig von Wien weggehen, zunächst nach Dresden, wo er 1919 eine Professur erhielt und bis 1924 blieb. Die zwanziger Jahre gehörten dann seinen großen Reisen durch Europa und den berühmten Stadt- und Strom-Panoramen: Dresden und Prag, London und Florenz.“2)
Unser Aquarell gehört in das bedeutende Spätwerk des Protagonisten der Moderne. In seinem Entstehungsjahr wurde Kokoschka mit einer Retrospektive im Oberen Belvedere in Wien geehrt. Unser Werk erfasst bildkünstlerisch ein Stück Natur, zwei Blütendolden in differenziertesten Blautönen wachsen hoch über Margeritensterne hinaus ’gen Himmel. Das „Österreichische in der Malerei“, wie es Schmied formuliert, ist auch in dieser Arbeit präsent als „die klimtsche Perspektive, eine eigene Art (Pflanzen) zu sehen (mit einer) [...] Übermacht von Blüten [...]“3).
Anmerkungen:
1)Wieland Schmied, „Nach Klimt. Schriften zur Kunst in Österreich“, Salzburg 1979, S. 28.
2)Ebenda, S. 28.
3)Ebenda, S. 12.
In Kokoschkas Kunst verbindet sich - so schreibt Schmied - die barocke Komponente österreichischer Tradition mit expressionistischer, farblicher Raffinesse.
Psychische, dramatische „Unruhe hielt Kokoschka nicht in Wien: sie ließ ihn schon 1910 in Berlin Anschluss suchen an den ’Sturm‘- Kreis um Herwarth Walden und ihn 1917 endgültig von Wien weggehen, zunächst nach Dresden, wo er 1919 eine Professur erhielt und bis 1924 blieb. Die zwanziger Jahre gehörten dann seinen großen Reisen durch Europa und den berühmten Stadt- und Strom-Panoramen: Dresden und Prag, London und Florenz.“2)
Unser Aquarell gehört in das bedeutende Spätwerk des Protagonisten der Moderne. In seinem Entstehungsjahr wurde Kokoschka mit einer Retrospektive im Oberen Belvedere in Wien geehrt. Unser Werk erfasst bildkünstlerisch ein Stück Natur, zwei Blütendolden in differenziertesten Blautönen wachsen hoch über Margeritensterne hinaus ’gen Himmel. Das „Österreichische in der Malerei“, wie es Schmied formuliert, ist auch in dieser Arbeit präsent als „die klimtsche Perspektive, eine eigene Art (Pflanzen) zu sehen (mit einer) [...] Übermacht von Blüten [...]“3).
Anmerkungen:
1)Wieland Schmied, „Nach Klimt. Schriften zur Kunst in Österreich“, Salzburg 1979, S. 28.
2)Ebenda, S. 28.
3)Ebenda, S. 12.
Für weitere Informationen senden Sie bitte eine Email an: mail@ludorff.com