GALERIEKATALOGEKUENSTLERKATALOGELEISTUNGENNEWSLETTER






STEFAN SZCZESNY
Fleurs et Fruits
22. Mai bis 14. August 2005

 

"Letztlich will ich im positiven Sinne mit einem Bild ein Gefühl auslösen, ein warmes Gefühl, ein Glücksgefühl" , erläutert Stefan Szczesny sein künstlerisches Anliegen. "Glückgefühl und Sinnlichkeit" - in diesem Kontext steht die Ausstellung "Fleurs et Fruits", die mit ihren Motivwelten an die lukullisch-opulente Welt des Barock erinnert und den Besucher mit unbeschwerter Daseinsfreude erfüllen will.

Stefan Szczesny, 1951 in München als Sohn des Kulturphilosophen und Publizisten Dr. Gerhard Szczesny geboren, ist "Maler aus Opposition zum Wort". 1969 schreibt er sich, gegen den Willen seines Vaters, an der Münchner Akademie der bildenden Künste ein. Nebenbei besucht er Vorlesungen in Kunstgeschichte und Philosophie. Sein Interesse gilt der Moderne. Paul Klee, Max Beckmann, Matisse, Picasso und Mondrian nennt er als Vorbilder. Er selbst arbeitet zu diesem Zeitpunkt noch abstrakt in monochromen Farben. Um 1979 tauchen erste figurative Elemente in seinen Gemälden auf. Die Studienaufenthalte in Florenz und Rom - Orte, an denen er bedeutenden Zeugnissen der Kunstgeschichte begegnet - bestärken ihn, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.

Szczesny ist Kosmopolit. Er reist viel und unterhält Ateliers in New York und auf Mustique. Als dauerhaften Wohnsitz favorisiert er jedoch die Côte d'Azur. Dort lässt er sich 2001 auf der Halbinsel von Saint-Tropez nieder. Das Leben am Mittelmeer gibt seinem Werk die entscheidenden Impulse. Mit der fruchtbaren Vegetation und dem grenzenlosen Reichtum an Formen und Farben wird die Côte d'Azur zur unerschöpflichen Quelle der Inspiration. Farbenprächtig leuchten die Pfingstrosen in einem kräftigen Pink. Hinzu kommen üppige Bouquets aus roten Tulpen, bunten Anemonen und weißen Lilien. Das Fest der Farben ergänzt der Maler durch die Formenvielfalt exotischer Früchte. Köstliche Aprikosen, Trauben, Kirschen und Melonen sind anreizend in ausladenden Schalen oder auf flachen Tellern drapiert. Zitronen und Orangen überfluten ganze Leinwände. Sie locken zu einem bacchantischen Mahl und huldigen dem überschwänglichen Reichtum der Natur.

Einige der Blumen- und Fruchtarrangements übermalt Szczesny mit schwarzen Konturen. Die dunklen Linien skizzieren einen menschlichen Akt oder ein Antlitz. Oft zeigen sie Eva, die Ehefrau des Künstlers, deren Silhouette mal deutlich erkennbar ist, mal kaum in Erscheinung tritt. Der Akt oder das Porträt verbinden sich mit den Blumen und Früchten zu einem großflächigen ornamentalen Formenspiel. Figur und Natur verschmelzen auf der Bildfläche zu einem einheitlichen Ganzen.

Die Einheit von Mensch und Natur ist auch Thema der scherenschnittartigen Skulpturen, die im Rahmen dieser Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Körper, Gliedmaße, Palmen, Früchte und Blumen sind aus einem Stück Stahl geschnitten und bilden auch im übertragenen Sinne eine symbiotische Einheit.

Das harmonische Miteinander von Mensch und Natur spielt in Szczesnys Leben eine zentrale Rolle. Schon als Kind hielt er sich gerne im Freien auf, spielte in den Wäldern und versteckte sich in Büschen. Beim Rauschen des Windes fühlte er sich lebendig - ward eins mit der Natur. In seiner Wahlheimat Saint-Tropez empfindet er ein ähnliches Glücksgefühl. Er arbeitet im Freien, im klaren, hellen Licht des Mittelmeeres, unter den Obstbäumen. In seinem Garten zwischen den Blumen und Pflanzen begreift er sich als Teil der Schöpfung. Hier offenbart sich die Natur in ihrer unermesslichen Pracht.

Szczesny ist ein leidenschaftlicher Maler, der die Schönheiten dieser Welt in der Einfachheit der Blumen und Früchte entdeckt. Seine Schilderungen sensibilisieren uns für das bunte Treiben der Natur und entführen in ein Paradies der reinen Sinnesfreuden und Glückseligkeit.


Link zur Ausstellung


Für weitere Informationen und Bildmaterial zur Ausstellung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte senden Sie uns eine Email an:

mail@ludorff.com





back to top