Heinz Mack

Gemini-Atlas
1987

Heinz Mack, Gemini-Atlas
© VG Bild-Kunst, Bonn

Messing mit goldpolierter Patina

48 cm

Signiert und datiert

Auflage Vorzugsausgabe E.A. + 35 nummerierte Exemplare von 1986; Herausgeber Heinz Mack; Nach dem Original von 1967

Werkverzeichnis Kuhn 1990 Nr. 125; Originalskulptur vgl. Werkverzeichnis Honisch 1986 Nr. 317

Expertise

Wir danken dem Atelier Prof. Heinz Mack, Mönchengladbach, für die Bestätigung der Echtheit des Werkes

Provenienz

Atelier des Künstlers; Privatsammlung Rheinland (seit 1980)

Ausstellungen
  • Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2020", Düsseldorf 2020
Literatur
  • Dieter Honisch, "Mack. Skulpturen 1953-1986", Düsseldorf 1986, Nr. 317
  • "Neuerwerbungen Frühjahr 2020", 2500, Galerie Ludorff, Düsseldorf, 2020

»Was mich an poliertem Material fasziniert, ist das Phänomen einer immaterialisierten Oberfläche.«1

Unser Werk »Gemini-Atlas« ist eine Vorzugsausgabe, die einer Arbeit von 1967 nachempfunden ist, die mit einem Elektromotor ausgestattet war und um sich selbst rotierte. Ab 1959 entwickelt Mack motorisch betriebene »Rotoren«, die zum Sinnbild der 1957 gegründeten ZERO-Bewegung werden. Der Künstler ermöglicht dem Kunstwerk dadurch, nach seinem Empfinden, eine Einheit von Linie, Fläche und Raum zu werden. Die Skulpturen leben durch ihre Oberfläche, deren Strukturen, Spiegelungen und Brechungen des Lichts und den Reflexionen, die der Betrachter wahrnehmen kann. Weit entfernt sind sie von jeder Figuration, sie stellen nichts dar außer sich selbst - obwohl selbst Mack sie teilweise mit den Himmelskörpern assoziiert, worauf auch der Titel »Gemini-Atlas« hindeutet. Mack fasziniert der Grenzbereich, in dem sich die getrennten Welten der Skulptur und der realen Welt scheinbar berühren und zu guter Letzt das Licht der Skulptur ihre Bedeutung verleiht. So wird die Skulptur vom Gegenstand zum Widerstand. Laut Mack seien sie »Instrumente des Lichts«, aber zu gleich erhalten sie durch das Licht auch erst ihre vielfältige und lebendige Erscheinung.2

1 Mack zitiert nach Galerie Neher, »Heinz Mack. Mediterrane Zeiten. Bilder und Skulpturen 1994-1995«, Essen 2001, S. 14.

2 Ebd., S. 46.

Über Heinz Mack

Heinz Mack ist Mitbegründer der ZERO Bewegung. Licht ist das zentrale Element seiner Arbeit, die der kinetischen Kunst und der Land Art zugeordnet werden kann.

Weitere Werke
Publikationen zum Werk
Ausstellungen zum Werk