Museum

Ernst Barlach Haus, Hamburg:

"EWALD MATARÉ »Nichts ohne Natur«. Tierplastik"

21. Juni – 11. Oktober 2026

Der Bildhauer Ewald Mataré (1887–1965) beginnt seine Laufbahn als Maler in Berlin. Ein Aufenthalt auf der Nordseeinsel Wangerooge im Sommer 1920 bringt einen entscheidenden Richtungswechsel: Mehr als einhundert Holzschnitte entstehen, und über das Experimentieren mit angeschwemmten Fundhölzern gelangt Mataré zur Bildhauerei. Auf diesem Gebiet wird er zu einer der prägenden Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts in Deutschland.

Wie zuvor im Holzschnitt werden auch in der Plastik Tiere Matarés zentrales Thema und Motiv. Vor allem aus der direkten Beobachtung von Kühen destilliert Mataré die für ihn typischen zeichenhaft abstrahierten Skulpturen – stets aufs Neue sucht der Künstler nach Formen für »Wesen« und »Essenz«. Ein besonderer Reiz seiner oft kleinformatigen Objekte geht von der sorgsamen Oberflächenbearbeitung so unterschiedlicher Materialien wie Zink, Bronze, Silber, Nussbaum- oder Ebenholz aus.

Dass Matarés elegant stilisierende Formensprache nationalsozialistische Verfemung nicht nur überdauert, sondern in der jungen Bundesrepublik nachhaltige Wirkung entfalten kann, liegt auch an einer erfolgreichen Lehrtätigkeit an der Düsseldorfer Kunstakademie. Bereits 1932 dorthin berufen, im Folgejahr als »entartet« entlassen, wird Mataré 1946 erneut Professor für Bildhauerei; zu seinen Schülern zählen Erwin Heerich, Joseph Beuys und Günter Haese.

Ewald Mataré, Mathematik-Kuh I

Bronze
4,4 × 11 × 6,7 cm
39.000,00 €

Die gemeinsam mit dem Kunsthaus Dahlem in Berlin und dem Museum Lothar Fischer in Neumarkt in der Oberpfalz realisierte Ausstellung zeigt rund 70 plastische Werke und Arbeiten auf Papier aus dem Museum Kurhaus Kleve – kleine Kostbarkeiten von großer Ausdruckskraft.

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