Museum

Staatsgalerie Stuttgart:

"Karin Kneffel – Malerei als Spiegelung der Wirklichkeit"

26. März - 9. Oktober 2022

Anlässlich des 65. Geburtstags von Karin Kneffel präsentiert die Staatsgalerie Stuttgart ab dem 26. März 2022 eine Intervention in der ständigen Sammlung: »Karin Kneffel – Malerei als Spiegelung der Wirklichkeit« zeigt die aktuellste Neuerwerbung, das großformatige Gemälde »Ohne Titel (Treppe)« aus dem Jahr 2003. Es zeigt ausschnitthaft auf vier mal zwei Metern eine mit einem roten Läufer bespannte Treppe. Kneffel schafft es auf faszinierende Weise Raum und Zeit miteinander zu verschmelzen und erweckt durch die ungewöhnliche Perspektive und Monumentalität ihrer Arbeiten beim Betrachten ein Gefühl der Irritation.

Inhaltlich und motivisch im Gesamtwerk von Kneffel verortet wird die Neuerwerbung »Ohne Titel (Treppe)« durch eine kleine Auswahl weiterer Gemälde aus privaten Sammlungen als Leihgaben aus den Jahren 2001 bis 2010. Diese Werke wurden gemeinsam mit der Künstlerin ausgewählt. Deutlich wird dabei Kneffels Vorliebe für das Erproben von malerischen Möglichkeiten: Ornamente und Spiegelungen realisiert sie mit malerischer Präzision in einem langwierigen Malprozess, der bis zu vier Malschichten auf mehrfach grundierter Leinwand umfassen kann.

Karin Kneffel, Ohne Titel (Treppe)
Ohne Titel (Treppe)
2001

Karin Kneffel gehört zu den profiliertesten Vertreterinnen des Neorealismus in der zeitgenössischen Malerei. Sie studierte von 1981 bis 1987 an der Kunstakademie Düsseldorf, wo sie Meisterschülerin von Gerhard Richter war. Von 2000 bis 2008 lehrte sie als Professorin für Malerei an der Hochschule für Künste in Bremen. Seither ist sie Professorin für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in München.

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