Thomas Ruff
nudes ye 26
2006
c-print
156 × 104 cm / 61 7/16 × 40 15/16 in
verso signed, dated, "ye 26" titled and "2/5" numbered
Edition of 5
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Galerie Nelson Freeman, Paris
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Herbst 2024", 4. Okt. - 16. Jan., Düsseldorf 2026
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Herbst 2026", Düsseldorf 2026, S. 142
Mit seiner Serie „nudes“ entwickelt der Fotokünstler Thomas Ruff, einer der bedeutendsten und international renommierten Vertreter der Düsseldorfer Fotoschule, ab 1999 einen radikal neuen Umgang mit digitalen Bildquellen. Ausgehend von pornografischen Bildern aus dem Internet verfremdet Ruff die Motive stark: Er vergrößert die Dateien bis an ihre technischen Grenzen, verzerrt die Pixelstrukturen, löscht Details und lässt Körper in abstrakte Farb- und Formfelder zerfließen. Er entzieht den Bildern dadurch ihre voyeuristische Funktion und verwandelt sie in ästhetisch ambivalente, beinahe malerische Kompositionen. Die Werke hinterfragen unsere Wahrnehmung, insbesondere von sexuell aufgeladenen Themen. Zeitgleich zeigen sie aber die Macht digitaler Bilder und die Grenzen zwischen Intimität, Anonymität und medialer Konstruktion auf.
Ruff erreicht 1987 seinen künstlerischen Durchbruch. Er erhält den Förderpreis für Bildende Kunst des Landes Nordrhein-Westfalen, nimmt 1992 an der documenta in Kassel und 1995 an der Biennale in Venedig teil. Von 1999 bis 2006 ist er Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie. Arbeiten von ihm befinden sich in Museen und Institutionen weltweit, so unter anderem der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf, der Pinakothek der Moderne in München, dem Centre Pompidou in Paris, dem Stedelijk Museum in Amsterdam, der Tate Britain in London oder dem Museum of Modern Art in New York.