Charles Camoin
Charles Camoin war ein französischer Maler zu Beginn des 20. Jahrhunderts und gehört zur Gruppe der Fauves. Er war Schüler von Gustave Mourreau, trat früh in Kontakt mit der Pariser Szene, stand im Schriftwechsel mit Paul Cézanne und stellte zwischen 1904–1907 mit den Fauvisten in der Galerie Berthe Weill aus. Sein Spätwerk zeigt Einflüsse von Auguste Rodins weicheren Malweise. Seine Karriere war durch zahlreiche Reisen geprägt: regelmäßig zog es ihn in den Süden Frankreichs (Marseille, Cassis, La Ciotat) und weiter nach Italien, Korsika, London, Spanien und Marokko. Diese Reisen halfen ihm, das Licht des Südens auf unterschiedliche Weise zu erfassen. Noch zu Lebzeiten wurde eine Retrospektive seiner Werke 1958 in der Galerie Bernheim-Jeune gezeigt, und 1962 war er in der Ausstellung „Gustave Moreau und seine Schüler“ vertreten. Heute befinden sich seine Arbeiten unter anderem im Musée des Beaux-Arts in Marseille, im Musée National d’Art Moderne in Paris und der Nationalgalerie in Berlin.