Klaus Fußmann
Ostsee
2014
Gouache auf Papier
17 × 24 cm
Signiert und "14" datiert
Privatsammlung Deutschland
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026, S. 42
Klaus Fußmanns Landschaften sind geprägt von Weite und Meer. In ihnen können wir die raue Luft, die bewegten Wellen und Wolken, das strahlende Gelb des Rapses und das frische Blau des Himmels, aber vor allem das besondere Licht an der See nacherleben und -fühlen. Auch hier spielt die Farbe eine wichtige Rolle, weshalb Tayfun Belgin sie als »[…] Farblandschaften; Landschaften, deren Gegenständlichkeit ihre Farbe ist« beschreibt.1 Für Klaus Fußmann ist die Natur, die er im Hohen Norden vorfindet, (Wahl-)Heimat und das spürt man. Er ist eng mit dieser Landschaft verwoben, kennt sie genau. Seine Bilder sind Landschaftsporträts, die die Umgebung in Schleswig-Holstein in all ihrer Schönheit und Wildheit auf die Leinwand und das Papier bannen. Oder wie Björn Engholm es beschreibt, schafft es Fußmann »das Wesen, den Kern der jeweiligen Landschaft zu erfassen«.2 Die See als eine immer in Bewegung befindliche Naturgewalt steht für unaufhörliche Veränderung und ist ein Symbol der Ewigkeit und Weite, welche auch zentrale Themen in Klaus Fußmanns Werken sind. So beinhalten die auf den ersten Blick so idyllisch erscheinenden Bilder bei genauerer Betrachtung und Reflexion eine philosophische Tiefe, die ihren besonderen Reiz ausmachen.
1 Tayfun Belgin, »Von der Poesie der Farbe – Zur Bildästhetik von Klaus Fußmann«, in: »Zwischen Himmel, Erde und Wasser. Klaus Fußmann. Werke 1966-2013«, Ausst.-Kat. Osthaus Museum Hagen, 4. Mai – 28. Juli 2013, Göttingen 2013, S. 6-8, hier S. 7.
2 Björn Engholm, »Zeitlos Modern«, in: ebd., S. 91-92, hier S. 92.




