Munch-Museum Oslo:
"Katharina Grosse. Black Bed"
26. September 2026 - 3. Januar 2027
Die deutsche Künstlerin Katharina Grosse ist dafür bekannt, die Grenzen der traditionellen Malerei zu sprengen. In ihren Arbeiten kann Malerei überall auftauchen – auf einer Leinwand, auf einem öffentlichen Platz, am Rande eines Bahngleises, an einem Sandstrand –, wodurch Natur, Architektur und vor allem der Betrachter zu einem Teil des Kunstwerks werden. Der Einsatz einer Spritzpistole ermöglicht es ihr, schnell und spontan auf unterschiedlichen Oberflächen und in verschiedenen Maßstäben zu malen, was ihren Werken eine fließende, fast flüssige Qualität verleiht.
Grosse lässt sich bereits seit ihrer Studienzeit von Edvard Munch inspirieren, insbesondere von seinem monumentalen Gemälde „Die Sonne“ (1912–13), in dem eine blendende Sonne über einem felsigen Archipel aufgeht. Zur Vorbereitung auf diese Ausstellung wird sie einige Zeit in Munchs Atelier in Ekely in Oslo arbeiten und neue Werke schaffen, die dem Dialog zwischen den beiden Künstlern eine weitere Dimension verleihen.
Der Ausstellungstitel stammt von „Black Bed“, einer neu geschaffenen Installation, die eines von Grosses wegweisenden Werken, „Das Bett“ (2004), neu interpretiert. In diesem Werk besprühte die Künstlerin ihr Schlafzimmer in Düsseldorf samt Möbeln, Kleidung und persönlichen Gegenständen mit Farbe und zerstörte diese dabei. „Das Bett“ markierte einen Wendepunkt, da es erstmals symbolische und narrative Elemente einbezog, die ihr Verständnis für die transformativen Möglichkeiten der Farbe erweiterten. Grosse beschreibt „Black Bed“ als eine Verbindung der Ausstellung zu den emotionalen und psychologischen Themen von Leben und Tod in Munchs Werk. Als dunkles Gegenstück zu „The Sun“ hüllt „Black Bed“ den Ausstellungsraum in seine beunruhigende Energie.