Egon Schiele war ein österreichischer Maler des Expressionismus, der mit seinen radikalen Körperbildern den Blick auf die klassische Aktdarstellung revolutionierte. Seine frühe Vorliebe für das Medium Zeichnung führte Egon Schiele bereits im Alter von 16 Jahren an die Wiener Akademie, wo er in der Klasse von Christian Griepenkerl das traditionelle Malerhandwerk erlernte. Schon als Student rebellierte Schiele gegen die rigiden Strukturen der akademischen Ausbildung und gründete mit anderen Künstlerkollegen die Wiener Neukunstgruppe, die abseits des anerkannten Kunstbetriebs progressive Ausstellungen präsentierte. Unterstützung erhielt er insbesondere auch von Gustav Klimt, der dem jungen Künstler als geistiger Mentor und Finanzier zeit seines Lebens zur Seite stand. So entwickelte Schiele schon früh seine völlig neue und eigenwillige Bildsprache, die ihm früh internationale Anerkennung verschaffte. Sein Werk kennzeichnen die Darstellungen von verdrehten, kranken Körpern, die traditionelle Schönheitsideale hinterfragen und den Reiz des Hässlichen in die Kunst einführen.

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