Fritz Winter

1905, Altenbögge/Westfalen1976, Herrsching am Ammersee

Fritz Winter beginnt seine künstlerische Laufbahn 1927 am Bauhaus in Dessau als Schüler von Paul Klee, Wassily Kandinsky, Josef Albers und Oskar Schlemmer. Vor allem Klee übt einen nachhaltigen Einfluss auf den jungen Maler aus, dessen „bildnerischer Gestaltungslehre“ er sich selbst nach dem Abgang vom Bauhaus im Jahr 1930 verpflichtet fühlt. So versuchte auch Fritz Winter Zeit seines Schaffens seine Kunst parallel zur Natur zu entwickeln, um deren innewohnendes Geheimnis näher zu ergründen. 1931 übernimmt Winter ein Lehramt an der Pädagogischen Akademie in Halle, wird jedoch nach der nationalsozialistischen Machtergreifung zwei Jahre später mit einem Malverbot belegt und wenig später zum Militärdienst eingezogen. Nach seiner Heimkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft wird Fritz Winter Gründungsmitglied der Gruppe "ZEN 49", die ihre Kunsttheorie an der europäischen Rezeption des Zen-Buddhismus ausrichtet und so auch das Malen als „Aktive Meditation“ auffasst. Fritz Winter entwickelt eine eigenständige, abstrakte Formensprache, die in klassisch ausgewogenen Bildkompositionen stets einen übergeordneten Bezug zur Natur offenbart und die verborgenen, elementaren Kräfte und Strukturen der Natur sichtbar zu machen versucht.

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