Giorgio de Chirico

1888, Volos1978, Rom

Giorgio de Chirico war ein visionärer Meister der Metaphysischen Malerei. Seine Bilder vereinen nüchterne Architektur, luzide Schatten und unerwartete Symbolik zu rätselhaften Szenen, die den Blick des Betrachters herausfordern. De Chirico war ein italienischer Maler, Bildhauer und Grafiker und einer der Hauptvertreter der Pittura metafisica. Nach der Ausbildung zum Ingenieur am Polytechnikum in Athen und parallelem Studium der Malerei bei Georgios Jakobides, besuchte er von 1906 – 1909 die Königliche Akademie der Künste in München, in der Malklasse von Franz von Stuck. 1911 zog es ihn nach Paris, wo er eng mit seinen Zeitgenossen Pablo Picasso, André Derain und Constantin Brâncuși arbeitete. In den Jahren 1916/17 gründete er mit seinem Bruder Alberto Savinio und dem italienischen Futuristen Carlo Carrà die Scuola Metafisica, eine Strömung, die den Surrealismus vorausnahm und bis ca. 1920 bestand. Im Jahr 1924 zog er wieder nach Paris, wo ihn die Surrealisten begeistert aufnahmen und seine Malerei maßgeblich beeinflussten. Ab ca. 1930 wandte er sich einer betont barocken, pathetischen und klassizistischen Malweise zu und kritisierte die moderne Malerei scharf. Typisch für sein Werk sind einzelne figürliche Schatten und Mannequin-Glieder als Gegenstücke zur streng architektonischen Kulisse, wobei die Kulisse oft wie eine stille, innerlich lauernde Bühne wirkt. Seine Werke wurden auf der documenta I (1955), II (1959) und III (1964) in Kassel gezeigt. Weltweit befinden sich seine Arbeiten in renommierten Sammlungen, darunter das Museum of Modern Art in New York, die Tate Gallery in London, die Pinakothek der Moderne in München, die Vatikanischen Museen in Rom sowie das Lehmbruck-Museum in Duisburg.

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Publikationen
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