Henri Manguin

1874, Paris1949, Saint-Tropez

Der 1874 in Paris geborene Maler Henri Manguin zählt zum Kreis der französischen Fauves und gehört zu jener Generation von Künstlern, die um 1900 die Farbe als eigenständiges Ausdrucksmittel neu befragen. Ab 1894 studiert er an der École des Beaux-Arts im Atelier von Gustave Moreau, wo er unter anderem Henri Matisse, Albert Marquet und Charles Camoin begegnet. Nach impressionistischen Anfängen entwickelt Manguin eine farbintensive, zugleich ausgewogene Malerei, die besonders durch südliches Licht und klare Kompositionen geprägt ist. Eine Reise nach Saint-Tropez, zu der ihn Paul Signac 1904 einlädt, wird für sein Werk richtungsweisend. Im folgenden Jahr stellt Manguin im Salon d’Automne aus und wird mit Matisse, Derain und Marquet dem Fauvismus zugeordnet. Seine bevorzugten Motive sind Akte, Interieurs, Stillleben und mediterrane Landschaften, in denen sich eine sinnliche, aber nie unruhige Auffassung von Farbe und Form zeigt.

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