Wilhelm Lehmbruck

1881, Duisburg1919, Berlin

Während seiner Ausbildung an der Düsseldorfer Kunstgewerbsschule und der Kunstakademie, die er 1907 als Meisterschüler von Karl Janssen beendet, orientiert sich Lehmbruck noch an traditionellen Formprinzipien in der Tradition der griechisch-römischen Antike. Schon früh zeigt sich seine besondere Leidenschaft für das plastische Medium, das neben einer Vielzahl von Zeichnungen und Grafiken den Hauptteil seines Œuvres ausmacht. Entscheidende Einflüsse empfängt er von Auguste Rodin und Albert Bartholomé, deren bildhauerische Handschrift sich dauerhaft in seinen Werken niederschlagen. In der plastischen Arbeit Lehmbrucks ist durchweg der Mensch Ausgangspunkt seiner künstlerischen Reflexion. Zu den berühmtesten und meist reproduzierten Werken Lehmbrucks zählen seine menschlichen Torsi – grazile, überschlanke Rümpfe sowie Büsten vorrangig weiblicher Gestalt. Charakteristisches Merkmal seiner Werke ist neben dem Fragmentarischen auf formaler Ebene vor allem der Ausdruck von Spiritualität, der Lehmbrucks gesamtes Œuvre umhüllt: „Nun ist alles äußere Tun von den Gestalten genommen und alles Geschehen ein inneres geworden“ – beschreibt August Hoff diese Eigenschaft treffend.

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