August Macke

Dame in der Promenade
1912

August Macke, Dame in der Promenade

Bleistift auf Papier

8,2 × 13,2 cm

Rückseitig mit dem Nachlassstempel versehen, "BZ 29/28" nummeriert, datiert und "Dame in Promenade" beschriftet sowie auf dem alten Unterlagekarton nochmals mit dem Nachlassstempel und "BZ 29/28" nummeriert und von Elisabeth Macke "August Macke Dame in der Promenade" beschriftet

Werkverzeichnis Heiderich 1993 Nr. 1219

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Provenienz

Privatsammlung Deutschland (-1980); Lempertz, Köln (563. Auktion, 6. Mai 1978, Los 369, unverkauft); Lempertz, Köln (576. Auktion, 17. Mai 1980, Los 422); Galerie Utermann, Dortmund (1980); Privatsammlung Südamerika/Deutschland (1980-2026)

Ausstellungen
  • Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026
Literatur
  • Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026, S. 112
  • Ursula Heiderich, "August Macke – Zeichnungen – Werkverzeichnis", Stuttgart 1993, Nr. 1219

Unsere beiden Papierarbeiten entstehen 1912, einer Zeit, in welcher August Macke, gerade mal 25 Jahre alt, schon nicht mehr nach Anerkennung suchen muss. Man kennt und schätzt den jungen Künstler, der erst Ende 1910 mit seiner Frau und dem kleinen Sohn Walter vom Tegernsee in die Heimat Bonn zurückgekehrt ist. Anlass hierfür ist ein Angebot der Schwiegermutter: Ein eigenes Atelier ganz nach seinen Vorstellungen. Am Rande des Fabrikgeländes ihrer Firma stellt sie ihm in der Bornheimer Straße ein kleines Haus im spätklassizistischen Stil zur Verfügung, dessen Dachgeschoss nach Mackes Plänen zu einem geräumigen Atelier ausgebaut wird (das heutige August-Macke-Haus). Bis zu seiner Einberufung zum Kriegsdienst im August 1914 dient sein neues Zuhause als Schaltzentrale vielfältiger kunstpolitischer Aktivitäten. Künstlerfreunde wie Robert Delaunay, Max Ernst und viele weitere gehen hier ein und aus. Mehr als 330 Gemälde entstehen in dieser Zeit. Nicht minder wichtig jedoch sind Macke die Zeichnungen, die ihn seine gesamte künstlerische Laufbahn lang begleiten. »Fast immer habe ich auf der Straße das Skizzenbuch zur Hand, um Bewegungen von Menschen und Tieren allmählich voll beherrschen zu können, denn das lehrt einen kein Professor«, schreibt er bereits 1904 an seine Eltern.1 In unserer Zeichnung fängt Macke in raschen, kräftigen Strichen eine »Dame in der Promenade« ein. Die junge, modisch gekleidete Frau schaut uns im Dreiviertelprofil selbstbewusst aus der Zeichnung heraus an. Im Hintergrund erkennt man vier Passanten, von denen ein Herr auf der rechten Seite des Werks sich imponiert zu der Dame umzusehen scheint. Es ist beeindruckend, wie viel Dynamik und Ausdruck von der kleinen Skizze ausgehen. Eingebettet in das hektische Treiben der Straße erscheint die Darstellung beinahe wie eine fotografische Momentaufnahme.

1 Ursula Heiderich: »Zur Zeichenkunst August Mackes«. In: Ernst-Gerhard Güse (Hg.), »August Macke – Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen«, S. 117.

Über August Macke

Das vielfältiges künstlerisch Œuvre August Mackes umfasst Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen und zeichnet sich auch motivisch durch große Vielfalt aus.

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