Cornelius Völker

Ohne Titel
1998

Cornelius Völker, Ohne Titel
© VG Bild-Kunst, Bonn

Öl auf Leinwand

195 × 130 cm

Rückseitig signiert und datiert

Provenienz

Atelier des Künstlers; Privatsammlung Dänemark

Ausstellungen
  • Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Herbst 2020". Düsseldorf 2020
Literatur
  • Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Herbst 2020", Düsseldorf 2020, S. 124

Cornelius Völkers Œuvre zeichnet sich durch einen sehr vielseitigen Einsatz von unterschiedlicher Maltechniken, einem sehr speziellen Umgang mit Farbe und die Wahl von Sujets aus, die in der Geschichte der Malerei ungewöhnlich sind: Schokolade, Meerschweinchen, sich entkleidende Körper, staubsaugende Frauen, Männer beim Toilettengang, Abflüsse oder einfach nur Müll. Mit Humor und Ironie scheint er seinen Gegenständen, aber auch der Kunstgeschichte, in einem Balanceakt zwischen Figuration und Abstraktion ge­genüberzustehen. Hierbei verzichtet er darauf, seine Objekte im natürlichen Umfeld darzustellen, sondern präsentiert sie zumeist freigestellt vor einer farbigen Fläche reiner Malerei. Die Farbe selbst spielt hierbei eine zentrale Rolle, ob als Wahrnehmungsverstärker im Sinne der Farbfeldmalerei oder als Textur und Materialität.

Das fast zwei Meter hohe Gemälde »Ohne Titel« von 1998 scheint dem Werkzyklus der »Beine« zugeordnet zu sein. Zu sehen ist ein weiblicher Unterkörper, der in einen bunten Rock gekleidet ist. Keck hält die unbekannte Person den Rock zur Seite, als würde sie zu einem Knicks ansetzen. Eigenartig altmodisch wirken der Rock und die Schnallenschuhe, zugleich kann man sie nicht eindeutig zeitlich einordnen. So löst Völker seine Figuren nicht nur aus dem Raum, sondern auch aus der Zeit und lässt sie zu zeitlosen Ikonen werden.

Über Cornelius Völker

Der in Düsseldorf lebende Cornelius Völker wurde für seinen farbschweren, figurativen Darstellungen alltäglicher Situationen bekannt, in dessen Themenspektrum nicht mehr zwischen banal oder bildwürdig unterschieden werden kann.

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