Ernst Wilhelm Nay

Sternblattranken
1951

Ernst Wilhelm Nay, Sternblattranken
© Ernst Wilhelm Nay Stiftung, Köln / VG Bild-Kunst, Bonn

Öl auf Leinwand

90 × 90 cm

Signiert und "51" datiert sowie rückseitig auf dem Keilrahmen nochmals signiert, "1950" datiert und betitelt

Werkverzeichnis Scheibler 1990 Nr. 566

290.000,00 €

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Provenienz

Atelier des Künstlers; Privatsammlung Nordrhein-Westfalen; Kunsthandel Brigitte Büdenhölzer, Emmendingen (1996); Sammlung Monika & Horst Bülow, Leonberg (1996-2025)

Ausstellungen
  • Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026
  • „Ernst Wilhelm Nay - Ölgemälde, Aquarelle und Grafiken", Overbeck-Gesellschaft, Lübeck/Kunstverein Bremen + Kunsthalle Bremen, Bremen/Kunstverein Steinernes Haus, Frankfurt 1953
  • "1. Bienal do Museu de Arte Moderna de São Paulo", São Paulo 1951
  • Galerie Günther Franke, "Ernst Wilhelm Nay - Bilder 1950/1951", München 1951
Literatur
  • Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026, S. 132
  • Ulrike Gross/Sebastian Preuss, „Zukunft und Erinnerung - Sechzig Jahre deutsche Kunst auf der Biennale São Paulo", in: „German Art in São Paulo, Deutsche Kunst auf der Biennale, German Art at the Biennial 1951-2012", Ostfildern 2013, S. 63ff. + S. 321
  • Aurel Scheibler, "Ernst Wilhelm Nay – Werkverzeichnis der Ölgemälde, Bd. 1 1922-1951", Köln 1990, Nr. 566
  • Galerie Günther Franke (Hg.), "Ernst Wilhelm Nay - Bilder 1950/1951", München 1951, Nr. 15
  • "1. Bienal do Museu de Arte Moderna de São Paulo", São Paulo 1951, Nr. 15

Das unbetitelte Aquarell von 1951 lässt sich als Teil von Nays Übergang zur vollständigen Abstraktion einordnen. Die Formen lösen sich von jeder er­zählerischen Funktion und werden zu reinen Bildzeichen. Die Komposition ist nicht zufällig, sondern folgt einem inneren Rhythmus, der an musikalische Strukturen erinnert. Farbe dient hier nicht der Beschreibung von Raum oder Objekt, sondern organisiert die Bildfläche selbst. Auch das Gemälde »Sternblattranken« aus demselben Jahr zeigt typische Merkmale von Nays reifer abstrakter Phase. Organische Farbformen, klare Farbkontraste und eine gleichmäßige Verteilung über die Bildfläche. Diese beiden Kunstwerke sind Zeugnis einer wichtigen Werkentwicklung und Vorboten auf die »Rhythmischen Bilder«, die ein Jahr später entstehen werden.

Über Ernst Wilhelm Nay

Ernst Wilhelm Nay war einer der bedeutendsten Vertreter der deutschen Nachkriegskunst. Seine Bilder zeigen eine Verwandschaft mit dem Informel.

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