Hermann Max Pechstein
Rote Häuser
1922
Aquarell über Kohle auf Papier
48,5 × 64 cm
Signiert und datiert
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Wir danken Frau Julia Pechstein für die weiteren Informationen zum Werk.
Galerie Linssen, Bonn (vor 1993); Privatsammlung Hessen (-2018); Grisebach, Berlin (Auktion 291, 1. Jun. 2018, Los 455); Privatsammlung Hessen (2018-2025)
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026, S. 138
- Galerie Rosenbach (Hg.), "Zwischen Tradition und Moderne. Ölbilder, Zeichnungen, Graphik, Plastik", Katalog 38, Hannover 1988, Nr. 162
Als Hauptvertreter des deutschen Expressionismus ist Pechstein heute in zahlreichen Sammlungen internationaler Museen vertreten. Nach seinem Austritt aus der Künstlergruppierung »Brücke« im Jahr 1912 arbeitet Pechstein künstlerisch unabhängig und abseits der Großstadt. Ist es zunächst die an der Ostsee gelegene Ortschaft Nidden mit ihrer unberührten Natur, aus der Pechstein seine inspirative Kraft zieht, so zwingen ihn die Resolutionen des Versailler Vertrages 1919 dazu, sich auf die Suche nach einer neuen Arbeitsstätte zu begeben. 1921 entdeckt er die Landschaft um das Städtchen Leba mit ihrem gleichnamigen Stadtfluss unweit Danzigs für sich. Charakteristisch für Pechsteins Landschaftsansichten der 1920er Jahre ist eine etwas weichere Pinselführung bei gleichbleibend starkem Ausdruck. Das zarte Blau des Himmels und das Grün der Bäume sind mit einem dünneren Farbauftrag gemalt. Hierdurch erzeugt Pechstein eine sehr klare Stimmung sommerlicher Leichtigkeit. Das expressive Rot der Häuserfassade, gibt unverkennbar die typischen Backsteinhäuser der nordischen Region wieder. Unsere Arbeit gehört zu den im Frühjahr 1922 entstanden Aquarelle in Leba, die in den Wintermonaten in Berlin in Gemälde übertragen wurden. So sind seine Gemälde, obschon vor dem Motiv angelegt, dennoch von der Naturbeobachtung abstrahiert.




