Serge Poliakoff, Composition bleue, rouge et noire
© VG Bild-Kunst, Bonn

Farblithografieauf BFK Rives Papier

85 × 64 cm

Signiert

Auflage 200 arabisch numerierte Abzüge und V römisch numerierte Künstlerabzüge

Probedruck außerhalb der Auflage von 200 signierten und nummerierten Abzügen des Motivs, welches 1972 für das offizielle Plakat der Olympischen Spiele in München verwendet wurde.

Werkverzeichnis Rivière 1974 Nr. 77; Werkverzeichnis Poliakoff/Schneider 1998 Nr. 77

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Ausstellungen
  • Galerie Ludorff, "Serge Poliakoff – Architekt einer bildnerischen Poesie", Düsseldorf 2009
Literatur
  • Alexis Poliakoff/Gérard Schneider, "Serge Poliakoff – Werkverzeichnis der Graphik", München 1998, Nr. 77
  • Yves Rivière, "Serge Poliakoff - Les estampes", Paris 1974, Nr. 77

Serge Poliakoffs graphisches Schaffen erreicht seinen Höhepunkt zwischen 1962 und 1969, als der Künstler eng mit den Druckern der „Erker-Presse“ in St. Gallen zusammen arbeitet. Sein Sohn Alexis Poliakoff erinnert sich an die arbeitsreiche Zeit in der Schweiz wie folgt: „Erst in seinen letzten drei Lebensjahren wurde ich aufmerksamer Zeuge seines lithographischen Schaffens, insbesondere in St. Gallen in der Schweiz, bei der Erker-Presse, wo er jedes Jahr arbeitete. […] Er nutze diese Aufenthalte, um an Lithographie-Serien zu arbeiten. Ich erinnere mich, dass eine der letzten als Plakat für die bevorstehenden Olympischen Spiele diente.“1)

Auf Anregung des NOK-Präsidenten Willi Daume entwerfen 28 Künstler, hierunter u.a. auch Josef Albers, David Hockney, Oskar Kokoschka, Marino Marini, Pierre Soulages und Fritz Winter, Plakate für die „Edition Olympia“, die anlässlich der Olympischen Winterspiele 1972 in München erscheint.

Serge Poliakoff entwirft für diese Edition die „Composition bleue, rouge et noire“, von der uns ein lithographischer Probedruck vorliegt. Die Komposition findet ihren Ursprung in einem schwarzen Sechseck, das sich in der oberen, rechten Bildmitte befindet. Von hier aus breitet sich eine glühend rote Fläche zum unteren Bildrand und von der Bildmitte ebenfalls horizontal zum rechten Bildrand aus. An den Bildrändern kühlt sich das feurige Rot zu einem warmen Kaminrot ab. In der oberen linken und rechten sowie der unteren rechten Ecke bieten drei ultramarin- bis dunkelblaue Flächen dem eruptiven Rot den nötigen Halt. Unsere Graphik „Composition bleue, rouge et noire“ ist ein großartiges Zeugnis für die beeindruckende Kraft und die große Experimentierfreudigkeit mit der Poliakoff die Möglichkeiten der druckgraphischen Techniken bis an sein Lebensende erkundet.

Anmerkung.:

1) Alexis Poliakoff zitiert in: „Serge Poliakoff – Werkverzeichnis der Graphik“, Edition Galerie Française, München 1998, S. 4.

Über Serge Poliakoff

Bekannt wurde Serge Poliakoff mit seiner patchworkartigen Farbfeldmalerei, der er – inspiriert durch die Farblehre des Orphismus sowie den De Stijl Konstruktivismus – Ende der 1940er Jahre in Paris entwickelt.

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