Museum

Grand Palais, Paris:

"Matisse. 1941 - 1954"

24. März - 26. Juli 2026

Im strahlenden Licht seiner letzten Lebensjahre erfand Matisse eine neue Sprache: die der ausgeschnittenen Formen und der reinen Farbe. Mehr als 300 Gemälde, Zeichnungen, Bücher und Gouachen mit ausgeschnittenen Elementen zeichnen zwischen 1941 und 1954 den Werdegang eines freien Künstlers nach, der stets in Bewegung war.

Die Ausstellung „Matisse. 1941–1954“ beleuchtet die letzten Jahre von Henri Matisses Schaffen zwischen 1941 und 1954 anhand von mehr als 300 Werken – Gemälde, Zeichnungen, ausgeschnittene Gouachen, illustrierte Bücher, Textilien und Glasmalereien – aus der Sammlung des Centre Pompidou und bedeutenden internationalen Leihgaben. Sie zeigt die multidisziplinäre Bandbreite seines Schaffens in dieser Zeit und vereint gleichzeitig eine außergewöhnliche Sammlung von Gouachen mit Ausschnitten.

Henri Matisse, Nu, main gauche près de l'épaule

Kreide auf Papier
43,8 × 54,5 cm
75.000,00 €

Mit fast achtzig Jahren erfand sich Matisse durch das Medium der Gouache-Ausschnitte neu – eine Technik, die er zu einer eigenständigen Bildsprache erhob, die frei war und durch ihre Einfachheit das Universelle zu erreichen vermochte. Diese Technik, die sich sowohl für Reproduktionen als auch für monumentale Auftragsarbeiten eignete, ermöglichte es ihm, die dekorative Dimension seiner Kunst voll zur Geltung zu bringen.

Henri Matisse, Homme et Femme

Tusche auf Papier
26,7 × 20,3 cm

Die Ausstellung zeigt, wie die Malerei nach wie vor im Mittelpunkt seines Schaffens steht und keineswegs von den Collagen verdrängt wird: Im Gegenteil, sie entfaltet sich mit immer größerer Räumlichkeit, Intensität und Farbkraft. Zu den hier versammelten bedeutenden Werkgruppen zählen die majestätischen und letzten Werke der Serie „Intérieurs de Vence“ aus den Jahren 1947–1948, das Album „Jazz“, die Serie „Thèmes et variations“ sowie die Pinsel- und Tuschezeichnungen; die Hauptelemente des Programms für die Chapelle de Vence; die monumentalen Tafeln von „La Gerbe et des Acanthes“ und als krönender Abschluss, ausnahmsweise vereint, die großen Scherenschnittfiguren: La Tristesse du roi, Zulma, La Danseuse créole und die berühmten Nus bleus.

Die Ausstellung ist als Reise durch das Universum des Malers konzipiert und lässt die lebendige Atmosphäre seines sich ständig wandelnden Ateliers wiederaufleben. Eine Einladung, Matisses blühenden „Garten“ Raum für Raum zu entdecken.

Henri Matisse

1869, Le Cateau-Cambrésis1954, Nizza

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