Jean Dubuffet

1901, Le Havre1985, Paris

Jean Phillipe Arthur Dubuffet wird 1901 in Le Havre, einer kleinen Küstenstadt in Frankreich, geboren. Frühzeitig sucht er den Weg der Kunst zu gehen. An der École des Beaux Arts in Le Havre belegt er bereits 1916 erste Kunstkurse und nach seinem Abitur beginnt er in Paris an der Académie Julian Literatur, Sprache, Musik und Kunst zu studieren. Nach 6 Monaten bricht Dubuffet ab, um seinen eigenen Weg zu finden und entwickelt im Umkreis der Surrealisten sein Œuvre. Dubuffet ist begeistert von der ursprünglichen Kunst geistig benachteiligter Menschen und Kindern und entwickelt ein einfaches Kunstverständnis, dass er als Schriftsteller kundtut und 1945 in dem Begriff „art brut“ gleich anti-intellektuelle Kunst prägt. Befreit von den Traditionen, die auf der Kunst lasten, möchte er sich etwas Neuem widmen. Vom Gegenständlichen ausgehend ersucht Dubuffet ein eigenes und einzigartiges Bilduniversum zu kreieren. Selbst sagt er, dass er sich zwischen expressionistischem und karikaturistischem Exzess bewege. Er befreie die Gegenstände von jeglicher Individualität und identifizierbaren Codes. In den 50er Jahren erlangt Dubuffet bereits internationale Anerkennung und wird in den USA, London und auch Deutschland ausgestellt. Ab 1959 nimmt er drei Mal in Folge an der Documenta in Kassel teil. Zahlreiche seiner Werke befinden sich in Internationalen Museen. Zu Lebzeiten schenkt er große Werkkomplexe an das Musée des Arts Décoratifs in Paris und das Stedelijk Museum in Amsterdam. 1973 gründet er selbst die Fondation Dubuffet, die heute seinen Nachlass mit über 2500 Werken betreut.

Ausgewählte Ausstellungen