Jean Puy

1876, Roanne1960, Roanne

Der 1876 in Roanne geborene französische Maler Jean Puy zählt zum Kreis der Fauvisten, innerhalb dieser Bewegung jedoch nimmt er eine eher ruhige und eigenständige Position ein. Nach seiner Ausbildung an der École des Beaux-Arts in Lyon geht er 1898 nach Paris, wo er an der Académie Julian studiert und im Umfeld von Eugène Carrière arbeitet. Dort begegnet er unter anderem Henri Matisse, André Derain und Albert Marquet. Bereits früh stellt Puy im Salon des Indépendants und im Salon d’Automne aus; seine Teilnahme am Salon d’Automne von 1905 verbindet ihn mit jener Künstlergruppe, die bald als „Fauves“ bezeichnet wird. Charakteristisch für seine Malerei ist eine Verbindung aus impressionistisch geschulter Naturbeobachtung und der freieren, farbintensiven Bildsprache der französischen Moderne. Landschaften, Akte, Interieurs und Stillleben gehören zu seinen bevorzugten Motiven. Anders als manche seiner Künstlerfreunde sucht Puy weniger die radikale Zuspitzung, sondern eine ausgewogene Malerei, in der Farbe, Licht und Komposition in ruhiger Spannung zueinanderstehen.

Ausgewählte Werke
Ausgewählte Ausstellungen
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