Otto Mueller

1874, Liebau/Riesengebirge1930, Obernigk bei Breslau

Zurückgewiesen von der Münchener Kunsthochschule und der Berliner Secession, avanciert der ausgebildete Lithograph Otto Mueller - allen Widrigkeiten zum Trotz - zu einem der bedeutendsten Maler des deutschen Expressionismus. Als Mitbegründer der Neuen Secession und als Mitglied der Künstlergruppe „Brücke“ ist Mueller fester Bestandteil der Avantgarde und schlägt doch eine ganz eigene, künstlerische Karriere ein. Zu seinen Hauptthemen zählen sowohl schlanke Mädchenakte als auch Zigeunermotive. Aufgrund der stark vereinfachten Formen, dem klaren Aufbau und den gedeckten Farben nimmt sein Werk in der Tat eine gewisse Sonderrolle unter den Künstlerkollegen ein. Charakteristisch ist zum Beispiel der Gebrauch von Leimfarbe wie auch der Rupfen als gewählter Malgrund. Das Streben mit größtmöglicher Einfachheit Empfindungen auszudrücken, kann dabei als eines seiner zentralen, künstlerischen Motive ausgemacht werden. Mit seiner 1927 fertiggestellten, sogenannten „Zigeuner-Mappe“, macht sich Mueller schließlich auch auf dem Gebiet der Lithographie einen Namen. Posthum wird sein Werk unter dem Naziregime als entartet deklariert und zahlreiche seiner Werke beschlagnahmt.

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