Renée Sintenis

1888, Glatz1965, Berlin

Als Ausnahmeerscheinung gehört die deutsche Bildhauerin und Graphikerin Reneé Sintenis zu jener Generation, die sich zu Beginn des Jahrhunderts ganz bewusst gegen die Auftragsbildhauerei entscheidet, um sich stattdessen dem freien, individuellen Ausdruck im Medium der Plastik zu widmen. Von 1908 bis 1912 studiert sie an der Berliner Kunstgewerbeschule, 1915 stellt sie in der Berliner Secession aus und wird bald von der renommierten Galerie Flechtheim vertreten. Sie ist fester Bestandteil der Berliner Künstlerkreise und wird 1931 als zweite Frau überhaupt in die Preußische Akademie der Künste berufen. Bekannt wurde die Pferdeliebhaberin Renée Sintenis vor allem für ihre zarten, handlichen Tierplastiken. Die in Bronze gegossenen Pferde, Hunde oder Esel fanden sich bald in zahlreichen Museumssammlungen und Privathäusern. Sie erhielt zahlreiche Ehrungen und gestaltete auch den Berliner Bären, der in verkleinerter Form bis heute als Preis der Berlinale vergeben wird.

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