Adolf Luther
Hohlspiegelobjekt
1969
Spiegel auf Aluminium auf Holz
69 × 69 × 7,9 cm
Rückseitig signiert, "69" datiert und "LUTHER. LICHT u MATERIE" gestempelt
Die Arbeit ist im Werkverzeichnis der Adolf-Luther-Stiftung unter der Nr. HSP 69 002 registriert
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Dr. Magdalena Broska, Leiterin der Adolf-Luther-Stiftung, Krefeld, hat die Authentizität mündlich bestätigt
Galerie m, Bochum (-1969); Privatsammlung (1969-); Privatsammlung Europa (-2025)
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026
- Museum Frieder Burda, "40 Jahre Sammlung - 10 Jahre Museum Frieder Burda", Jul.-Okt., Baden-Baden 2014
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026, S. 106
- Museum Frieder Burda (Hg.), "40 Jahre Sammlung - 10 Jahre Museum Frieder Burda", Baden-Baden 2014, S. 151
Obwohl das Herz Adolf Luthers bereits früh für die Kunst schlägt, beginnt seine künstlerische Karriere erst spät und über Umwege. Nach einer Lehre in einem Architekturbüro, einem Jurastudium und schließlich der Einberufung zum Militärdienst, gibt er erst 1957 seinen Beruf als Richter auf und widmet sich ganz der Kunst. Luther beschäftigt sich zunächst mit gestisch-informeller Malerei und der Abkehr vom traditionellen Tafelbild. Nach einer Spanienreise versucht er mit flächig-pastoser Farbfeld-Malerei einen künstlerischen Neuanfang. Ab 1958 beginnt er die Einflüsse des Lichts und seine energetisch-optischen Eigenschaften mit in sein Werk einzubeziehen. Beim Zerschlagen von Glas findet er hierfür schließlich ein optimales Medium. Es entstehen seine berühmten Werkserien »Lichtschleusen«, »Hohlspiegelobjekte« und »Linsenobjekte«, die durch Lichtbrechung und Spiegelungseffekte bestechen und eine spannende Immaterialität erzeugen. Unser »Hohlspiegelobjekt« (1969) besteht aus 36 im Quadrat angeordneten konvexen Hohlspiegeln. Luther nutzt hier die Spiegel um Licht, Raum und Bewegung erfahrbar zu machen. Die Objekte verzerren und vervielfachen ihre Umgebung, sodass Betrachter*innen sich selbst und den Raum in ständig wechselnden Perspektiven wahrnehmen. Ziel ist nicht das klassische Bild, sondern eine direkte visuelle Erfahrung, bei der Licht zum eigentlichen Gestaltungsmittel wird. Adolf Luther zählt heute zu einem der Hauptvertreter der kinetischen Kunst und Op-Art. Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen, so beispielsweise der Kunsthalle Düsseldorf, der Kunsthalle Bremen oder dem Museum Morsbroich in Leverkusen gezeigt. 1989 wurde die Adolf-Luther-Stiftung gegründet und er erhielt er den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.