Axel Hütte
Rio Negro III
1998
C-Print
148 × 228 cm
Rückseitig signiert, betitelt und "1/4" nummeriert
Auflage 4
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Atelier des Künstlers; Privatsammlung Großbritannien
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Herbst 2026", Düsseldorf 2026/2027
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Herbst 2026", Düsseldorf 2026, S. 52
Die in den 1990er Jahren entstandenen Aufnahmen aus dem Amazonasgebiet nehmen im Werk von Axel Hütte eine besondere Stellung ein. In „Rio Negro III‟ zeigt der Künstler eine Landschaft, die zugleich real und beinahe unwirklich erscheint. Spiegelungen, Dunkelheit und dichte Vegetation verbinden sich zu einem Bild von großer Ruhe und eindrucksvoller Präsenz.
Die großformatige Fotografie entstand 1998 am Rio Negro, einem der größten Nebenflüsse des Amazonas. Zu sehen ist eine von üppigem Pflanzenwuchs umgebene Wasserfläche, deren dunkle Oberfläche die Umgebung fast vollständig spiegelt. Wasser und Landschaft gehen dabei so eng ineinander über, dass die Grenzen zwischen Realität und Spiegelbild verschwimmen. Der Blick des Betrachters findet keinen festen Halt und wandert durch die verschiedenen Ebenen des Bildes.
Das monumentale Format verstärkt die Wirkung des Bildes wesentlich. Der Betrachter wird förmlich in die Szene hineingezogen, während sich Wasser, Spiegelung und Vegetation zu einem dichten Bildraum verbinden.
Typisch für Hüttes Fotografien ist die Konzentration auf Licht, Stimmung und Wahrnehmung. Menschen oder Hinweise auf Zivilisation fehlen. Stattdessen richtet sich die Aufmerksamkeit ganz auf die Landschaft und ihre besondere Atmosphäre. Die leuchtenden Grüntöne der Pflanzen treten aus den tiefen Schwarztönen des Wassers hervor und erzeugen einen spannungsvollen Kontrast. Trotz ihrer Genauigkeit wirkt die Aufnahme nicht dokumentarisch, sondern fast malerisch und harmonisch.