Heinz Mack
Sandflügel
1976
Wellpappe und Sahara-Sand auf Holz
51 × 65 × 3 cm
Rückseitig signiert und "76" datiert
Werkverzeichnis Honisch 1986 Nr. 972
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Wir danken dem Atelier Prof. Heinz Mack, Mönchengladbach, für die weiteren Informationen zum Werk
Sammlung Kunert, Mönchengladbach (-1986-); Galerie Löhrl, Mönchengladbach (2011); Privatsammlung Hessen (2011-2025)
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026, S. 110
- Dieter Honisch, "Mack. Skulpturen 1953-1986", Düsseldorf 1986, Nr. 972
Die Sandflügel sind eine Werkserie von Heinz Mack, bei der er in den 1970er Jahren Sandreliefs und Flügelreliefs schuf, die mit Materialien wie Wellpappe, Sahara-Sand und Holz gefertigt wurden. Die Werke thematisieren die Wirkung von Licht, Reflexion und dem Material selbst und sind eine Abkehr von der reinen Malerei hin zur skulpturalen Untersuchung von Raum und Form. Unsere Arbeit von 1976 experimentiert mit dem Kontrast zwischen dem groben Sand und der zarter Flügelform, die scheinbar schwerelos schwebt. Die Einbeziehung von Luft, Feuer, Wasser und Licht als vollgültige bildnerische Materialien, führten zur Entmaterialisierung des Kunstobjekts und zu neuen Raumvorstellungen. ZERO stand damit an vorderster Front bei der Überwindung des Tafelbildes, welche die Avantgardekunst spätestens um 1960 einte. Gleichzeitig entstand ein positiver Malereibegriff, den Heinz Mack 1958 in seinem Manifest »Die neue dynamische Struktur« erstmals formulierte. Die dynamische Struktur in unterschiedlichsten Materialien ersetzte das traditionelle Motiv. Die differenzierte Wiederholung in Serien trat an die Stelle der Komposition.




