Hermann Hesse

Heißer Mittag
1933

Hermann Hesse, Heißer Mittag

Aquarell und Tusche auf Papier

2 Blätter, je 24,5 × 18,2 cm

Dazu das handgeschriebene Gedicht mit 12 Zeilen

Provenienz

Atelier des Künstlers; Sammlung H. Fretz

Ausstellungen
  • Galerie Ludorff, "Hermann Hesse – Malerfreude", Düsseldorf 2016
  • Olaf Gulbransson Museum, "Hermann Hesse - Aquarelle und Gedichte", Tegernsee 2013
  • Galerie Ludorff, "Der Anfang aller Kunst ist die Liebe – Aquarelle und Gedichte von Hermann Hesse", Düsseldorf 2012
Literatur
  • Galerie Ludorff, "Hermann Hesse – Malerfreude", Düsseldorf 2016, S. 123
  • Galerie Ludorff, "Hermann Hesse – Der Anfang aller Kunst ist die Liebe – Aquarelle und Gedichte von Hermann Hesse", Düsseldorf 2012, S. 106

Heißer Mittag

Im trocknen Grase lärmen Grillenchöre,

Heuschrecken flügeln am verdorrten Rain,

Der Himmel kocht und spinnt in weiße Flöre

Die fernen bleichen Berge langsam ein.

Es knistert überall und raschelt spröde,

Auch schon im Wald erstarren Farn und Moos,

Hart blickt im dünnen Dunst der Himmelsöde

Die Julisonne weiß und strahlenlos.

Einschläfernd laue Mittagslüfte schleichen.

Das Auge schließt sich müd. Es spielt das Ohr

Im Traum sich die ersehnten, gnadenreichen

Tonfluten kommender Gewitter vor.

Über Hermann Hesse

Der Schriftsteller Hermann Hesse war auch als bildender Künstler tätig und schuf ein umfangreiches Werk an Aquarellen und Gedichtillustrationen.

Weitere Werke
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