Karin Kneffel
Ohne Titel
2004
Öl auf Leinwand
70 × 80 cm
Rückseitig signiert und datiert
Preis inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten. Region und Währung anpassen
Privatsammlung USA
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026
- Kunsthalle Tübingen, "Karin Kneffel 1990-2010", Tübingen 2010
- Ulmer Museum/Altana Kulturforum/Mönchhaus-Museum für moderne Kunst, "Karin Kneffel – Verführung und Distanz", Ulm/Bad Homburg/Goslar 2006
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026, S. 84
- Daniel J. Schreiber (Hg.), "Karin Kneffel 1990-2010", Ausst.-Kat. Kunsthalle Tübingen, Ostfildern 2010, Nr. 92, S. 14 + 137
- Brigitte Reinhardt/Andrea Firmenich (Hg.), "Karin Kneffel – Verführung und Distanz", Ausst.-Kat. Ulmer Museum/Altana Kulturforum Bad Homburg/Mönchehaus-Museum für moderne Kunst Goslar, Köln 2006, Nr. 22, S. 43
In ihren Tierdarstellungen widmet sich Karin Kneffel Mitte der 2000er Jahre mit besonderer Vorliebe der Darstellung von Hunden in edel möblierten Interieurs. Wie in unserem Gemälde von 2004 eines schlafenden Hundes der sich eng zusammengerollt auf einem flauschigen Flokati-Teppich niedergelassen hat. Das Fell des Hundes und der Teppich, beide in hellen Weiß- und Beigetönen gemalt, lassen sich kaum voneinander unterscheiden und bilden in ihrer Materialität einen direkten Gegensatz zum streng geometrisch gemusterten Fliesenboden im Hintergrund. In diesem Werk fehlt jegliche Dynamik. Der Hund ist dem Blick der Betrachtenden ausgeliefert, und wir sehen ihn in einem Zustand völliger Ruhe und Schutzlosigkeit. Der ornamental strukturierte Boden erinnert an historische Interieurs und bildet mit seiner harten, kühlen Geometrie einen spannungsvollen Kontrast zur weichen, fast überbordend malerischen Darstellung des Fells. Wie so häufig bei Kneffel entfaltet sich die Bildwirkung aus der Reibung zwischen taktiler Sinnlichkeit und formaler Strenge.




