Katharina Fritsch
Apfel
2009/2010
Kunstharz und Acrylfarbe, handbemalt
Signiert, datiert und "36/48" nummeriert auf dem beiliegenden Zertifikat
Auflage 48 + XII; Herausgeber: Parkett-Verlag, Zürich
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Katharina Fritsch
Parkett, Zürich; Privatsammlung USA (-2025)
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Herbst 2026", Düsseldorf 2026/2027
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Herbst 2026", Düsseldorf 2026, S. 24
Die Bildhauerin und Installationskünstlerin Katharina Fritsch studierte an den Kunstakademien in Münster sowie Düsseldorf und hatte an letzterer seit 2010 eine Professorenstelle für Bildhauerei.
Fritsch fertigt auf Basis von Polyesterabgüssen Plastiken, welche sie mit matt-monochromen Farbtönen von hoher Leuchtkraft und perfektem Farbauftrag überzieht. Die Figuren changieren in ihren Ausmaßen zwischen Miniatur und Überlebensgröße und sind in internationalen Museen ebenso wie im öffentlichen Raum anzutreffen. Fritsch vereint in ihren Werken den von der Pop-Art geprägten, industriellen Gedanken serieller Produktion mit Motiven, die dem Alltag bzw. der Religion, der Mythologie oder der Folklore entlehnt sind und die uns oft sehr gut bekannt erscheinen.
Unser Werk „Apfel“ (2009/2010) ruft dem Rezipienten konkrete Bilder in Erinnerung. Durch die farbliche Verfremdung verliert es jedoch seinen individuellen Charakter und erscheint wie rätselhafte Artefakte, die sich trotz ihrer vereinnahmenden Wirkung einer genauen Definition entziehen. Fritsch fordert den Betrachter auf, sich länger und intensiver mit den Gegenständen, seinen Assoziationen und Konnotationen auseinanderzusetzen.
Es ist die Gratwanderung zwischen Repräsentation und Deplatzierung, die den Betrachter auf die Essenz des Sichtbaren zurückwirft. Das größte Anliegen der Künstlerin ist letztendlich die Klarheit der Dinge selbst zu zeigen. Dazu dient ihr die Präzision in der Darstellung als Instrument, welches ihrer Meinung nach der größtmöglichen Zuwendung gleichkommt, die man Dingen entgegenbringen kann.1
1 Vgl. „Katharina Fritsch im Interview mit Marie Luise Syring und Christiane Vielhaber“, in: BiNATIONALE: Deutsche Kunst der späten 80er Jahre, Ausst.-Kat. Städtische Kunsthalle, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, Köln 1988, S. 117.