Ulrich Erben

Ohne Titel
1974

Ulrich Erben, Ohne Titel
© Ulrich Erben

Öl auf Leinwand

170 × 140 cm

Ich möchte über neue Werke von Ulrich Erben informiert werden.

Möchten Sie ein ähnliches Werk verkaufen? Sprechen Sie uns an!

Provenienz

Art in Progress, München (-1975); Privatsammlung Deutschland (1975-2025)

Ausstellungen
  • Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026
  • Museum DKM, "Künstlerräume aus der Sammlung", Duisburg 2024/2025
  • Museum DKM, "Ulrich Erben. Farben der Erinnerung - Wanheimerort", Duisburg 2009/2010
Literatur
  • Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026, S. 24

Der Maler Ulrich Erben gilt als einer der Pioniere der Farbfeldmalerei in Deutschland. Nach einem Aufenthalt in New York im Jahr 1967 wurde die Farbe für ihn zum wichtigsten Gestaltungsmittel seiner Werke. In New York hatte er die Bekanntschaft mit führenden Farbfeldmalern wie Agnes Martin und Robert Ryman gemacht, die ihn stark beeinflussten. In der Folge verzichtete er zunehmend auf gegenständliche Bezüge, seine Kompositionen waren streng geometrisch gestaltet und er erhob die Farbe zum zentralen Ordnungsprinzip. Diese Entwicklung führte über eine starke Reduktion des Farbspektrums schließlich zu monochromen Bildern, in denen minimale tonale Abstufungen innerhalb einer Farbe die Bildwirkung bestimmen. Zwischen 1968 und 1977 entstehen die so genannten »Weißen Bilder«, in denen er nur noch mit Farbabstufungen von Weiß arbeitet und mit verschiedenen Texturen und Tonalitäten experimentiert. Auch unser hochforma­ti­ges Gemälde von 1974 folgt diesem Konzept. Es zeigt eine reduzierte, klar strukturierte Bildkomposition. Zwei zart voneinander abgesetzte rechteckige Farb­flächen scheinen auf einem hellen, nahezu monochromen Grund zu schweben. Durch die feinen Tonabstufungen und die präzise geometrische Ordnung entsteht eine ruhige, meditative Bildwirkung. Erben erforscht hier das Spannungsverhältnis von Fläche, Raum und Licht und lädt die Betrachtenden ein, minimale Veränderungen in Farbe und Form bewusst wahrzunehmen. Die subtile Wechselwirkung der Flächen fordert eine konzentrierte Betrachtung und macht sichtbar, wie sich Raum, Tiefe und Licht allein aus Farbe heraus entwickeln. Erbens Malerei lädt zu kontemplativem Sehen ein und richtet den Blick auf die Wirkung minimaler formaler und chromatischer Veränderungen. 1977 zeigte Erben seine Werke auch auf der documenta VI in Kassel.

Über Ulrich Erben

Ulrich Erben ist Farbfeldmaler der Neuen Konkreten Kunst und Teilnehmer der Documenta VI in Kassel, der von 1980-2005 Professor an der Kunstakademie Münster war

Ähnliche Werke
Ausstellungen zum Werk