Karl Schmidt-Rottluff

1884, Rottluff1976, Berlin

Als Gründungsmitglied der „Brücke“ und zentrale Figur des Expressionismus zeichnen sich Karl Schmidt-Rottluffs Arbeiten durch eine abstrahierende Darstellung in leuchtenden Farben aus. Er erfasst die Welt in schnellen, sicheren Pinselstrichen und steigert den ausdrucksvollen Charakter seiner Bilder auf Leinwand und Papier, indem er intensive Farben in spannenden Komplementärkontrasten nebeneinandersetzt. Auf diese Weise komponiert er seine Kunst durch die Wirkung der Farbe und nicht durch eine perspektivische Tiefenwirkung. Seinen Werken wohnt eine starke Spontaneität inne, die durch den skizzenhaften Malstil und die teils unbemalten Stellen des Malgrunds, aber eben auch durch die Wahl seiner Motive herrührt. Schmidt-Rottluff hält häufig alltägliche Szenen, z.B. das Dorfleben während seiner Aufenthalte an Nord- und Ostsee, fest. Wenn er mit Modellen arbeitet, befinden sich diese, dem Prinzip der Viertelstundenakte der „Brücke“ folgend, nicht in einer akademischen Starre, sondern verändern ihre Position regelmäßig. Auch seine wundervollen Landschaften strahlen mit einer starken Leuchtkraft, die den Betrachter sofort in ihren Bann zieht.

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