Henri Lebasque
Baignade au fôret de Pierrefonds
1897-1898
Öl auf Leinwand
38 × 24,5 cm
Signiert und unleserlich gewidmet "En Hommage..."
Aufgenommmen in den in Vorbereitung befindlichen Nachtrag des Werkverzeichnisses der Gemälde von Denise Bazetoux
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Denise Bazetoux, Maison-Laffitte, 26. Juni 2013
Malte Ueckermann, Stuttgart (2013); Privatsammlung Süddeutschland
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026
- Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026, S. 92
Die vorliegende Ölmalerei »Baignade au fôret de Pierrefonds« von Henri Lebasque, entstanden 1897–1898, zeigt eine Badeszene inmitten einer dicht bewachsenen Waldlandschaft. Auffallend ist die Darstellung mehrerer nackter Figuren, ohne dass das Badegewässer klar definiert oder sichtbar wird. Die Komposition ist vertikal ausgerichtet und durch die zentrale Figur im Vordergrund strukturiert, deren nach unten gesenktem Kopf lenkt den Blick in den Bildraum. Die weiteren Figuren sind locker im Hintergrund verteilt und fügen sich fließend in die von lichtdurchfluteten Blättern und Schatten geprägte Umgebung ein. Der Raum erscheint weniger als klar definierte Bühne, sondern als atmosphärisch geschlossener Bildraum, in dem Figur und Natur miteinander verschmelzen. Lebasque verwendet eine fragmentierte Farbauftragstechnik, gekennzeichnet durch kurze, sichtbare Pinselstriche. Konturen werden zugunsten eines malerischen Gesamteindrucks aufgelöst, wodurch sich Körper und Vegetation farblich und formal durchdringen. Die Farbpalette ist von gedämpften Grüntönen sowie Blau- und Erdfarben dominiert, die durch warme, helle Akzente belebt werden. Das Licht wirkt gefiltert, als ob es durch ein Blätterdach fällt, und verstärkt die impressionistische Atmosphäre des Bildes. Durch die bewusste Unbestimmtheit des Badegewässers und die malerische Auflösung der Formen betont Lebasque weniger die narrative Dimension der Szene, sondern rückt die Wahrnehmung von Licht, Farbe und Stimmung in den Vordergrund. Das Werk steht exemplarisch für seine impressionistische Prägung und seine Fähigkeit, eine stille, zugleich lebendige Naturerfahrung darzustellen.



