Hermann Hesse, Gentilino

Aquarell und Tusche auf Papier

Darstellung: 23 × 29 cm
Blatt: 24 × 32,2 cm

Signiert und "24" datiert sowie auf dem Blattrand "9. Juli 1924" datiert und betitelt, rückseitig mit dem Adressstempel des Künstlers und mit dem Sammlerstempel "Martin Hesse Bern" versehen und nochmals datiert und betitelt

39.000,00 €

Preis inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten. Region und Währung anpassen

Ich möchte über neue Werke von Hermann Hesse informiert werden.

Möchten Sie ein ähnliches Werk verkaufen? Sprechen Sie uns an!

Provenienz

Atelier des Künstlers; Sammlung Martin Hesse, Bern (Sohn des Künstlers); Privatsammlung Schweiz (-2025)

Ausstellungen
  • Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026
Literatur
  • Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026, S. 52

»Das Produzieren mit Feder und Pinsel ist für mich der Wein, dessen Rausch das Leben so weit wärmt und hübsch macht, dass es zu tragen ist.«1

Als Dichter kennen ihn viele, als Maler wird er seit fast fünfzig Jahren von der Galerie Ludorff vertreten und durch Kataloge und Ausstellungen einem breiteren Publikum bekannt gemacht: Hermann Hesse. Seine Beschäftigung mit der Malerei begann als Impuls von seinem Therapeuten, der ihn während einer Krise ausgelöst durch die Erlebnisse im Ersten Weltkrieg betreute und entwickelte sich fortan zu einem stetigen Auseinander­setzen mit dieser Kunstform. Nach Experimenten in anderen Techniken verschreibt sich Hesse ab 1919 vollkommen dem Aquarellieren. Seine be­­liebtesten Motive findet er in der Landschaft des Tessin. Hier fängt er den »Farbzauber des Südens« ein, den er auch in seiner expressionistischen Erzählung »Klingsors letzter Sommer« beschreibt. Die lichtdurchfluteten und farbenfrohen Blätter sind Zeugnis von Hesses Liebe zur Natur und seiner Begeisterung für die bäuerliche Landschaft mit ihren beschaulichen Dörfern, Seen, Weinbergen und Hügeln. Seine Aquarelle vermitteln die Schönheit des Tessins, die leuchtenden Farben feiern die Wahlheimat des Dichters und lassen uns Hesses Bewunderung dieser Gegend bis heute nachvollziehen. Vor allem die größeren Formate waren häufig Geschenke an seine Familie. Adressstempel seiner Söhne zeugen davon. Schon 1918 beginnt Hermann Hesse, farbig illustrierte Gedichte zu Gunsten der Deutschen Kriegsgefangenenfürsorge zu verkaufen, die er 1916 in Bern gegründet hatte. Diese kleinen Aquarelle mit den dazugehörigen handgeschriebenen Gedichten vereinen die beiden Talente Hesses auf wundervolle Weise und werden gerne gesammelt. Auch illustriert er immer wieder private Briefe oder Gedichtbände. Bereits 1920 zeigte die Kunst­halle Basel eine erste Ausstellung seiner Aquarelle.

1 Aus einem Brief an Franz Karl Ginzkey, 1920

Über Hermann Hesse

Der Schriftsteller Hermann Hesse war auch als bildender Künstler tätig und schuf ein umfangreiches Werk an Aquarellen und Gedichtillustrationen.

Weitere Werke aus ART COLOGNE
Ausstellungen zum Werk
  • Die Preise verstehen sich inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten für Lieferung in die Europäische Union. Die Preise sind freibleibend. Region und Währung anpassen