Hermann Hesse

Malerfreude
1929

Hermann Hesse, Malerfreude

Aquarell und Bleistift auf Papier

2 Blätter, je 22 × 15,2 cm

Signiert mit dem Monogramm

Dazu das handgeschriebene Gedicht mit 16 Zeilen

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Provenienz

Galerie Binhold, Köln (spätestens 1993); Privatsammlung Hamburg; Nachlass Gräfin Finck von Finckenstein-Brinkama

Ausstellungen
  • Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026
Literatur
  • Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Frühjahr 2026", Düsseldorf 2026, S. 56

Malerfreude

Äcker tragen Korn und kosten Geld,

Wiesen sind von Stacheldraht umlauert,

Notdurft sind und Habsucht aufgestellt,

Alles scheint verdorben und vermauert.

Aber hier in meinem Auge wohnt

Eine andre Ordnung aller Dinge,

Violett zerfließt und Purpur thront

Deren unschuldvolles Lied ich singe.

Gelb zu Gelb, und Gelb zu Rot gesellt,

Kühle Bläuen rosig angeflogen!

Licht und Farbe schwingt von Welt zu Welt,

Wölbt und tönt sich aus in Liebeswogen.

Geist regiert, der alles Kranke heilt

Grün klingt auf aus neugeborener Quelle

Neu und sinnvoll wird die Welt verteilt

Und im Herzen wird es froh und helle.

Über Hermann Hesse

Der Schriftsteller Hermann Hesse war auch als bildender Künstler tätig und schuf ein umfangreiches Werk an Aquarellen und Gedichtillustrationen.

Weitere Werke
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