Max Kaus

Drei Badende vor der Küste
ca. 1923/24

Max Kaus, Drei Badende vor der Küste

Aquarell und Bleistift auf Bütten

56,6 × 45,5 cm

Signiert

Provenienz

Galerie Utermann, Dortmund (1991); Privatsammlung Düsseldorf

Ausstellungen
  • Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Herbst 2019", Düsseldorf 2019
Literatur
  • Galerie Ludorff, "Neuerwerbungen Herbst 2019", Kat. 171, Düsseldorf 2019, S. 61

Der 1881 in Berlin geborene Max Kaus verrichtet im Ersten Weltkrieg seinen Militärdienst als Sanitäter in Ostende. Demselben Sanitätszug gehörten die Künstler Erich Heckel, Otto Herbig und Anton Kerschbaumer an, die Begegnungen sind richtungsweisend für Kaus‘ Entwicklung zum freischaffenden Künstler. Besonders Heckel und sein Werk beeindrucken Kaus und inspirieren ihn zu ersten Holzschnitten und Lithografien. Kaus und Heckel verbindet seitdem eine lebenslange Freundschaft.

1919 richtet die Berliner Galerie Ferdinand Möller dem Künstler eine erste Einzelausstellung aus. Kaus lernt die Künstler Otto Mueller und Karl Schmidt-Rottluff kennen und wird Mitglied der Freien Sezession, in der er regelmäßig ausstellt. Das Aquarell »Drei Badende vor der Küste« gehört zu einer Werkreihe, die zwischen 1921-1924 entstanden ist und Kompositionen von Akten am Meer zeigt. Möglicherweise ist die vorliegende Arbeit von einer Szenerie auf der Insel Vilm, einer kleinen Insel an der Südküste Rügens, inspiriert, denn dort verbrachten Kaus und seine Frau in den Jahren 1923 und 1924 ihre Ferien. Allerdings trügt der erste Eindruck, wenn man vermutet die dargestellte Szene bilde einen so gesehenen und erlebten Moment ab. Kaus‘ Werke sind keine spontan entstandenen Skizzen, sondern es sind im Atelier durchkomponierte Kompositionen. Die drei abgebildeten Akte sind wohl überlegt angeordnet, ihr Bezug zueinander und die Einbettung in die sie umgebende Landschaft arrangiert Kaus mit dem Ziel eine ausgewogene und vollkommene Anordnung zu erreichen. Spätestens seit dem Impressionismus sind Badende ein beliebtes Motiv. Max Liebermann hat zahlreiche Werke zu diesem Thema geschaffen und auch für die Brücke-Künstler war es vor allem in der Kernzeit der Künstlergemeinschaft ein zentrales Motiv, allerdings mit einer gänzlich anderen Herangehensweise und Ausführung als dann ein gutes Jahrzehnt später bei Kaus.

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