Oskar Schlemmer

1888, Stuttgart1943, Baden-Baden

Oskar Schlemmer war nicht nur Maler und Bildhauer, sondern Tänzer, Choreograph und Bühnengestalter. Er war einer der vielseitigsten Künstler der Klassischen Moderne. Als Bauhaus-Meister profilierte er sich mit seinem interdisziplinären Ansatz, Bewegung, Tanz und Theater in die bildende Kunst einzubeziehen. 1905 bis 1909 studierte Schlemmer an der Kunstgewerbeschule sowie an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. In dem Jahr 1911 in Berlin lernte er sowohl die Formenanalyse des Kubismus als auch die französische Avantgarde kennen und stellt in der Galerie "Der Sturm" aus. 1920 wird er von Walter Gropius als Leiter der Bildhauerei-Abteilung und Bühnenwerkstatt an das Bauhaus in Weimar berufen. Er unterrichtete bis 1929 Aktzeichnen, den Kurs „Der Mensch“, entwarf das Bauhaus-Logo, leitete die Theaterbühne und organisierte die legendären Bauhaus-Feste. 1922 gelang ihm durch die Uraufführung seines "Triadischen Balletts" sein internationaler Durchbruch. Seine übergreifenden Tätigkeiten als Wandgestalter, Plastiker, Zeichner und Maler zeigen, dass er sich Zeit seines Lebens um ein Gesamtkunstwerk bemüht hat. Der Mensch, dargestellt als eine typisierte Figurine, bleibt das beherrschende Thema seiner Malerei, die er unter dem Einfluss des Kubismus zu geometrischen Bildgefügen formt. 1932 erhält er eine Professur an den Vereinigten Staatsschulen in Berlin, die ihm jedoch die Nationalsozialisten 1933 entziehen. Während der Kriegsjahre arbeitete Schlemmer zurückgezogen und galt als „verfemter“ Künstler. 1937 wurde ihm allerdings in der London Gallery eine große Einzelausstellung gewidmet. Seine Werke befinden sich heute unter anderem im Museum of Modern Art, New York , der Staatsgalerie Stuttgart und dem Kunstmuseum Basel.

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Ausgewählte Ausstellungen
Publikationen